Das Brett vor dem Kopf mit Ansage!

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es wieder einmal soweit: Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit! Wie üblich eine Stunde, 60 Minuten oder 3.600 Sekunden – eigentlich lächerlich geringfügig und doch gefühlt für mich ein echtes Schwergewicht.

Auch wenn ich ZEITlos lebe, keine Uhr besitze, seit Jahren keine Geburtstage feiere und mein Alter für mich persönlich völlig irrelevant ist; ich weder darüber nachdenke, was wir für einen Wochentag haben und keinerlei Zeitgefühl mehr besitze und ich das ganze reduziert habe auf die Maxime „Wenn es hell ist, ist es Tag und wenn es dunkel ist, ist es Nacht!“, ist diese eine Stunde Zeitverschiebung für mich für mindestens vier Wochen die absolute Hölle.

Vier Wochen Privat- Hölle bedeuten für mich: Ich werde morgens nicht munter und nachts nicht müde; meine Konzentration sinkt auf den mit meinen persönlichen Ansprüchen äußerst unverträglichen und inkompatiblen Nullpunkt; meine Aktivitäten dümpeln nur noch vor sich hin und ich bin schlicht und einfach komplett lahmgelegt als ob mir jemand den Fuß auf die Leitung gestellt hat. Ich habe Kopfschmerzen, mein Kreislauf ist im kleinen Fußzeh zu finden und mir ist morgens speiübel – und nein, ich bin nicht schwanger!

Sonst eine echte Frohnatur, lerne ich meine eigene schlechte Laune bestens kennen und das völlig grundlos. Morgens bereits schon bestens drauf, darf mich für die nächsten vier Wochen möglichst niemand für die ersten zwei Stunden ansprechen, da ich sonst den Killerblick bekomme, was meine ohnehin schon schlechte Laune nur noch weiter befeuert und sich nicht gerade förderlich auswirkt. Ich brauche täglich ein sehr ausgedehntes Mittagsschläfchen, ohne das garnichts mehr geht; ich schlage für die nächsten Tage die Zeit eher tot, als dass ich sie sinnvoll fülle und – besonders auffällig – ich laufe die nächsten drei Tage nicht, ich schlurfe! Ansonsten sehr auf ausgewähltes Soul- Food, Essen ist für mich Seelen- Nahrung, bedacht, esse ich in den nächsten Tagen alles das, was ich persönlich lediglich als Überlebens- Fraß bezeichne. Also definitiv mehr Food, als Soul …

Die Wissenschaft hat schon vor Jahren festgestellt, dass die Zeitumstellung Gift für Körper, Geist und Seele ist, und zwischenzeitlich wurde auch realisiert, dass wir nicht etwa Energie sparen, sondern  hierdurch ganz im Gegenteil mehr Energie verbrauchen. Was jedoch eine Stunde plus/minus tatsächlich mit der inneren Uhr und dem ganz eigenen Biorhythmus veranstalten kann, erlebe ich jedesmal auf´s neue. Und beim nächsten Mal? Bleibe ich persönlich ganz einfach bei der MEZ und tue einfach so, als ob es weder eine Winter-, noch eine Sommerzeit gibt! … und bitte, was ist schon Zeit?

 

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Praxis „Ansavita“

 

 

About juttalotzhentschel

Jutta Lotz- Hentschel Schriftstellerin & Autorin Autoren- Kollektiv "WortKUNST"

One response to “Das Brett vor dem Kopf mit Ansage!”

  1. julinero says :

    Danke, merci, grazie und thanks! Genau so krass geht es mir und deshalb, danke für den Tipp, gibt´s bei mir im nächsten Jahr auch nur noch die MEZ! ;-))))

    Gefällt mir

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