Wanted!

“Gesucht wird: Die eigene Identität!”

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Von der Beliebigkeit zur unverwechselbaren Exzellenz!

Um von der konturlosen Beliebigkeit der Masse zu einer eigenen, unverwechselbaren und authentischen Identität zu gelangen, bedarf es vor allen Dingen Mut, die bisher sorgsam kultivierte und gehütete Komfortzone zu verlassen und absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst! Was uns definitiv keinen einzigen Schritt zum Ziel, und damit zu uns selbst, weiterbringen wird, sind wie zumeist bisher Vergleiche und Wettbewerbe mit dem außen, weiterhin faule Kompromisse und Strategie- Spielchen in der illusionären Hoffnung, dass sich wie durch ein Wunder alles ganz von selbst verändert und doch alles so bleibt wie es ist.

Was uns von einer eigenen und eigenwilligen Identität fernhält, ist in der Regel die enorme Angst vor Bewertungen und Verurteilungen aus dem außen, der Befürchtung nicht mehr dazu zu gehören und der Furcht vor dem ausgeschlossen sein. Wir stellen damit Meinungen und Ansichten, Forderungen und Erwartungen im außen über unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse und verleugnen damit uns selbst. Oftmals so lange und so vehement, dass wir uns nicht einmal mehr daran erinnern, wer wir einmal waren und wer wir tatsächlich sein könnten. Haben wir uns bis zur eigenen Unkenntlichkeit verbogen und selbst verleugnet, sollten wir uns eingestehen, dass wir nicht mehr unser eigenes Leben als unverwechselbares Original und Unikat führen, sondern ein Leben als Kopie nach den Maßstäben anderer, die über uns bestimmen. Weshalb dies überhaupt möglich ist und wie es soweit kommen konnte? Ganz einfach: Weil wir selbst es zulassen!

Der Grund hierfür: Wohl kaum einer Frage wird so sehr ausgewichen, wie der nach dem eigenen Selbst! Die Frage nach einem klaren und unverfälschten: Wer bin ich? Nicht das, was wir nur allzu gerne allen Menschen von uns zeigen möchten, weil sie uns so sehen und wahrnehmen möchten und auch so nach unseren Vorstellungen wahrnehmen sollen! Nicht ausschließlich die vorzeigbare Sonnenschein- und Schokoladen- Seite unserer Persönlichkeit, die wir erheblich mehr favorisieren als unsere Schatten, und nicht die Definition unseres Selbst über unseren ausschließlich materiellen Besitzstand, den wir so gerne anderen zeigen und dabei hoffen, dass hier ein wenig Glanz auch auf uns fällt und dabei unserer eigener Wert sich mit dem Preis unseres materiellen Besitzes ebenfalls erhöht.

Was zu einer authentischen und eigenen Identität unabdingbar gehört, sind ausnahmslos alle Facetten unserer Persönlichkeit, unseres so seins. Nehmen wir uns so an, pur, echt und seelennackt, lernen wir uns so wertzuschätzen, zu respektieren, zu lieben und können wir uns endlich wieder selbst von uns begeistern, nimmt die bisher konturlose Gestalt in der Masse die Form einer eigenen Identität, eines „Ich bin und ich darf sein!“ an. Was wir dann leben, ist das Original und die beste Version unseres Selbst!

„Man wird nicht erleuchtet in dem man sich Figuren aus Licht vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.“ (Zitat: Carl Gustav Jung)

Was den Blick und den Fokus auf uns selbst völlig vernebelt und verstellt, ist die fast obsessive Aufmerksamkeit auf und in das außen; der konkurrierende Wettbewerb und ewige Vergleich mit der ausschließlichen Fixierung auf das außen. Was wir dabei völlig vergessen, ist hierbei der Blick und die Zentriertheit auf uns selbst. Wir warten auf andere, die uns mit ihrem Licht den Weg in der Dunkelheit weisen und verleugnen dabei das Licht in uns selbst. Wir warten darauf, dass andere uns sagen, wer wir sind und was wir sein könnten. Wir folgen den Spuren anderer und bemerken dabei nicht, dass diese bereits tief ausgetreten sind und wir dabei keine eigenen Spuren mehr hinterlassen.

Du bist nicht mehr Du selbst, sondern Du hast Dich in einer form- und konturlosen Masse eines kollektiven „WIR!“ verloren und aufgegeben. Wann fängst Du erneut an, Dich selbst zu suchen und hast vor allen Dingen auch die Bereitschaft Dich selbst zu finden? Wann fängst Du damit an Dich wieder mit Begeisterung und Hingabe selbst zu entdecken, zu genießen und Dich selbst zu erleben? Wann blickst Du nach vorne und nie mehr zurück? Wann streifst Du endlich das Korsett, das nicht das Deine ist, es niemals war, ab und verbrennst es? Wann realisierst Du endlich, dass Zeit keine Wunden heilt, sondern man sich lediglich an den tiefen Schmerz gewöhnt hat?

Wann begrüßt Du endlich Dich selbst mit einem liebevollen „Hallo!“ in Deinem Leben, in Deiner Grossartigkeit und in Deiner eigenen Identität? Wann bist Du bereit ganz Du selbst zu sein?

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

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About juttalotzhentschel

Jutta Lotz- Hentschel Schriftstellerin & Autorin Autoren- Kollektiv "WortKUNST"

One response to “Wanted!”

  1. julinero says :

    Vielen Dank für´s Spiegel vorhalten. Da gibt es wohl noch viel zu tun für mich im neuen Jahr!

    Gefällt mir

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