Gelassenheit finden!

„Gelassenheit finden im es einfach sein lassen!“

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Manches Mal sind es eben nur die kleinen Dinge, die uns den richtigen Weg zeigen!

 

Ich hoffe doch sehr, dass es bei Ihnen neben dem alljährlich pünktlich mit spätestens dem ersten Advent startendem vorweihnachtlichem und mit viel Schwere überfrachtetem „Ich muss noch dringend …!“, auch noch genügend Raum für ein entspanntes, leichtes und sehr positiv gestimmtes „Ich darf jetzt endlich …!“ und „Ich will …!“  gibt.

Ich kenne unglaublich viele Menschen, die sich mittlerweile, irgendwie steht gerade die Vorweihnachtszeit und insbesondere der Monat Dezember aus mir völlig unbekannten Gründen als Synonym für enorme Hektik und Stress, radikal und konsequent gegen ein „müssen“ und für ein entspanntes „dürfen“ entschieden haben. Der Fokus liegt dabei nicht mehr starr zentriert und ausgerichtet auf das Ziel, sondern vielmehr, verbunden mit weitgehendst planloser Spontanität, purer Sinnlichkeit und bewusstem Genuss auf allen Ebenen, auf dem Weg zum Ziel: Das Glück in der Einfachheit, in der Langsamkeit und vor allem den kleinen Dingen bewusst erleben! 

Nicht mehr die unüberhörbar tickende Uhr fest im gehetzten Blick, sondern dafür die wertvolle Ressource Zeit bewusst genießend. Kein „Ich komme in spätestens zwei Stunden zurück!“, sondern ein entspanntes „Ich bin dann mal weg!“. Rückkehr wann bitte? Man wird sehen, aber auf jeden Fall immer open end

Ein störungsfreies und entspannendes Mittagsschläfchen? Ja, unbedingt und so oft wie möglich! Wie lange? Schaun wir mal, wann wir ausgeruht und dann wieder wach sind … 

Sie essen bereits Ihr ganzes Leben lang abends um 19.00h und das nur, weil es schon immer so war? Nein, ab heute wird gegessen, wenn wir Hunger oder zumindest Appetit haben, und das bestimmen mit Sicherheit nicht die tickende Uhr und irgendwelche uralten traditionellen Gewohnheiten in memoriam!

Sie liegen äußerst bequem auf der gemütlichen Couch, genießen die Stille und lesen ein sehr inspirierendes und interessantes Buch. Im Hintergrund klingelt zum wiederholten Mal ziemlich laut das Telefon. Okay, Ihre Eltern haben Ihnen irgendwann einmal beigebracht, ist man zuhause, muss man auch ans Telefon gehen wenn es läutet. Das habe auch ich selbst irgendwann einmal so in etwa gelernt! Sie haben überhaupt keine Lust sich von der Couch zu erheben oder auch nur nach dem Telefon zu greifen, um sich irgendwelchen völlig sinnentleerten und somit absolut entbehrlichen Gesprächen chronisch Gelangweilter, die bereits zu Beginn zu 100% unter pure Zeitverschwendung verbucht werden können, hinzugeben? Dann lassen Sie es doch einfach sein und bleiben Sie gelassen und tiefenentspannt auf der Couch liegen! Irgendwann einmal legt sich so ziemlich jedes hartnäckige Klingeln und dafür gibt es schließlich schon recht lange die Vorzüge eines Anrufbeantworters oder einer Voice- Box! 

So ziemlich ausnahmslos jeder, der Ihnen mit Beginn der Vorweihnachtszeit über den Weg läuft, hat selbstverständlich schon seinen Weihnachtsbaum gesichert und den passenden Christbaum- Schmuck dafür aus dem Keller in die Wohnung geschleppt; die Lichterketten vom Vorjahr entwirrt; die Aufbewahrungsdosen für das Selbstgebackene griffbereit nebst umfangreichen Zutaten für die geplanten Weihnachts- Plätzchen in der Küche stehen und garantiert frühzeitig auch ausnahmslos alle Geschenke eingekauft? Fast jeder hat selbstredend dieses Mal die Weihnachts- Präsente für die ganze Familie und alle Freunde und Bekannten ganz besonders aufwendig und hingebungsvoll eingepackt und als kleines Extra obendrauf jetzt schon mal vorsorglich alle Weihnachtskarten geschrieben und vorfrankiert? Absolut keine Lust dazu? Dann lassen Sie es doch einfach bleiben! Sind Sie etwa jeder und unterwerfen Sie sich grundsätzlich jedem nur erdenklichen Gruppendruck nur weil das alle anderen so handhaben?

Jeder weiß schon jetzt bei wem er wann und wie die Feiertage verbringen wird; was aller Wahrscheinlichkeit nach an Heiligabend wie in jedem Jahr gegessen wird; was an diesem Abend, wie all die Jahre zuvor auch, für eine Weihnachtsmusik gespielt wird; wann an wen die Geschenke überreicht werden und prognostisch, was man von wem aller Voraussicht nach wieder mal ganz grauenhaftes und völlig sinnloses geschenkt bekommt? Sie möchten sich in diesem Jahr so garnicht festlegen, und das weder was kommende Einladungen und Pflicht- Besuche anbelangt, noch was Sie wann essen möchten? Dann lassen Sie es doch einfach bleiben!

Selbst wenn wir den schlimmsten anzunehmenden Fall in Betracht ziehen und Sie an Heiligabend mangels Ambitionen und fehlender Muse eine Pizza aus der Tiefkühltruhe ziehen, um sie anschließend in den Backofen zu schieben, wird Ihnen dabei kaum jemand kritisch über die Schulter sehen, und Ihnen mahnend zuraunen „Nein, nein, nein, das tut man nicht! Schließlich ist heute doch Weihnachten!“ und Sie dafür anschließend in der Hölle landen. Wenn Sie Appetit auf eine Pizza haben, kann so etwas auch an Heiligabend richtig toll schmecken und mit einem gedeckten Tisch, Besteck und Kerzen beachtlich und sehr festlich zelebriert werden! Also was soll´s?

Wer sagt Ihnen eigentlich in diesem, wie in jedem Jahr zuvor, dass Sie sich im Weihnachts- Getümmel stundenlang entnervt durch die Geschäfte quälen müssen, um auch noch die allerletzte Gans oder Ente zu ergattern? Sie danach gefühlt eine halbe Ewigkeit in der Küche stehen, um das ganze auch noch in einigermaßen genießbare Form zu bringen; den Tisch festlich für die aufmarschierende gesamte Verwandtschaft in zumeist Fussballteam- Stärke, die sich zumeist mit den Worten „In diesem Jahr bist Du dran! (Aaaah ja und wer sagt das?!!!) selbst einlädt, decken müssen und schon vor dem Gelage frustriert daran denken, dass Sie das ganze plus einem völlig eingesifften Schlachtfeld Küche anschließend alleine spülen, putzen und aufräumen müssen. Eventuell zu erwartende Hilfe? Nein, wo denken Sie denn hin! Schließlich hatten Sie sich Gäste eingeladen und keine dienstbaren Geister, und im übrigen soll man ja bekanntlich gehen, wenn´s am schönsten ist. Fazit: Taktisch und strategisch klug verschwinden die meisten Gäste also grundsätzlich vor dem Abräumen, Spülen und der dann notwendigen Grundreinigung der Küche! Keine Lust dazu und Sie sind schon bei dem Gedanken daran mehr als restlos bedient? Dann lassen Sie es doch einfach in diesem Jahr!

Wer sagt Ihnen eigentlich, dass Sie sich das alles antun MÜSSEN, hingegen definitiv niemand nach dem tatsächlich WOLLEN fragt? Richtig, allein Sie selbst und sonst absolut niemand! Wer redet Ihnen auch in diesem Jahr, machen Sie den ganzen Weihnachts- Budenzauber dieses Mal nicht mit, das anschließend schlechte Gewissen ein und lässt Sie in den nächsten drei Monaten bei der gesamten Verwandtschaft mental kniend Abbitte leisten? Richtig, niemand außer Sie selbst! Keine Lust dazu? Dann lassen Sie es doch einfach und pfeifen Sie drauf!

Mein ultimativer Ratschlag für dieses Jahr: So weit wie möglich raus aus den selbstauferlegten VerPFLICHTungs- Fallen, und hinein in ein bewusstes, entspanntes, genussvolles und selbstbestimmtes sich treiben lassen! Werden Sie zum für andere völlig unberechenbaren, selbstbestimmten und unplanbaren Individualisten, der sich nur nach einem orientiert: An einem ich WILL und ich DARF, jedoch keinesfalls einem selbstauferlegten oder gar fremdbestimmten „Du musst …!“! 

Fangen Sie endlich damit an, und das am besten heute noch, auch die kleinen Highlights, spontanen Überraschungen und sinnlichen Momente in ungehemmter Freiheit zu genießen. So wie es Ihnen gefällt und so wie Sie es für richtig erachten, und nicht wie andere oder gar Sie selbst Ihnen das verordnen und auferlegen. Ohne jegliches schlechte Gewissen, ohne Erklärungsversuche und Entschuldigungen und ohne Ausreden und Relativierungen: Gelassenheit finden im es einfach gut sein lassen! … und was sich für Sie gut anfühlt oder Ihnen tatsächlich ganz besonders gut tut, bestimmen allein und exklusiv Sie selbst!

Herzlichst und Ihnen allen eine wunderbare, genussvolle und entspannte Adventszeit

Jutta Lotz- Hentschel

 

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About juttalotzhentschel

Jutta Lotz- Hentschel Schriftstellerin & Autorin Autoren- Kollektiv "WortKUNST"

2 responses to “Gelassenheit finden!”

  1. Gerda Brinkmann says :

    Ich finde es einfach wohltuend, einen Beitrag zu lesen, der mir aus der Seele spricht! Danke, liebe Jutta! Ich gehe für mich auch ganz anders mit dem Weihnachtsfest um, weil ich bestimmte Erwartungshaltungen abgeschafft habe, d.h. es gibt keine Geschenke mehr und keine Weihnachtskarten. Wie befreiend ist das denn! Dann liebe ich es in der Stadt zu sein, meinen Blick auf die Weihnachtsbeleutung gerichtet mit leeren Händen und ignoriere all die „umherwuselnden“ Menschen schwer bepackt mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht meinerseits!

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  2. julinero says :

    Vielen Dank für´s dran erinnern.

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