Archive by Author | juttalotzhentschel

Erinnerungen und mehr …

„Berührbare Erinnerungen!“ 

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Wenn Gefühle und Emotionen zu Materie werden …

Wie anlässlich des Endes eines jeden Jahres fragen wir uns: „Wo ist nur die Zeit geblieben?“ und „Was war es definitiv wert, sich daran noch einmal zu erinnern?“. Blicken wir dann zurück auf das zu Ende gehende Jahr, ziehen wir dabei zumeist das Resümee, wie furchtbar schlimm, beschwerlich, mit Hürden gepflastert, nervenaufreibend, stressig, hektisch und negativ die vergangenen 365 Tage doch wieder einmal waren. In Erinnerung bleibt in der Regel lediglich das, was es nicht mehr wert ist, sich noch einmal daran zu erinnern, vielleicht auch zu reflektieren, noch einmal in Emotionen hinein zu spüren oder etwas aufzugreifen, um es eventuell noch einmal aus einem neuen Blickwinkel zu beleuchten. Einen ganz negativen und fast bitteren Beigeschmack hat für mich dann, zumeist zum Jahresausklang, der Abschluss- Satz: „Na ja, bald haben wir es ja endlich geschafft!“ Was bitte „geschafft“? Arbeiten Sie etwa an 365 Tagen im Jahr im Steinbruch oder ziehen Sie jeden Tag 24 Stunden lang eine schwere Stahlkugel am Fuß hinter sich her? Gibt es in insgesamt 365 Tagen wirklich nichts, woran Sie sich gerne zurückerinnern und sich noch einmal von erlebten Emotionen berühren lassen möchten? Dann war es wirklich für Sie ein verschwendetes Jahr über das man besser nicht mehr nachdenken sollte!

Was wir bei allem Gejammer völlig vergessen, sind all die wunderbaren kleinen und großen Momente, die unsere Seele berührt und unsere innere Sonne zum Strahlen gebracht haben. All die kleinen Erfolge, gemeisterten Lernaufgaben und Herausforderungen, denkwürdigen Ereignisse und berührenden, wertvollen Begegnungen geraten dabei nur allzu leicht in der großen Holzkiste des Vergessens und werden dabei leider völlig entwertet. Das kommende Jahr sollten wir bereits zu Beginn nutzen, positive Erinnerungen zu sammeln und bis zum Jahresende aufzubewahren, um sie noch einmal ganz intensiv und bewusst Revue passieren zu lassen, diese Momente intensiv zu genießen und uns noch einmal selbst zu zeigen, dass es auch ganz viel bemerkenswertes, erinnerungswürdiges und einfach nur schönes gab. Allein unsere intensive und bewusste Rückbesinnung auf diese Augenblicke und unsere Erinnerungen daran zeigt uns, wie selbstverständlich wir bisher in der Vergangenheit oftmals schönes und betrachtenswertes, berührendes und spielerisches, komisches und freudiges, aber auch tiefgehendes und denkwürdiges achtlos und flüchtig haben an uns vorbeiziehen lassen. Gedankenfreie Ablenkung vom wesentlichen und essentiellen, dafür hin zu Ablenkung, Brot und Spiele!

Schade, denn gerade die kleinen und manchmal auch so banalen, kleinen und trivialen Momente bereichern unser Leben so sehr  und lassen auch dann in unserem Herzen die Sonne scheinen, wenn es einmal regnet, schneit und stürmt. Erinnerungen sind wie ein wärmendes und flackerndes Kaminfeuer, das uns freundlich empfängt, wenn wir nachhause kommen und uns Licht schenkt, wenn die Nacht wieder einmal sehr dunkel, einsam und sternenlos erscheint. Um uns noch einmal dieser grandiosen und bemerkenswerten Augenblicke, all die lichten Momente, aber auch eigener großer und kleinerer Erfolge und erbrachter Leistungen bewusst zu werden und uns intensiv an sie zu erinnern, noch einmal in unsere Emotionen hinein zu spüren, rate ich Ihnen zum kommenden Jahresende mit weisem Vorausblick auf das kommende Jahr 2016 zu folgendem.

Kaufen Sie sich ein schönes großes Glas mit Deckel, das Sie zu Ihrem ganz persönlichen Schatzkästlein werden lassen. Schreiben Sie jedes Mal das, was Sie tief emotional berührt, Sie besonders glücklich gemacht oder inspiriert hat, auf einen kleinen Zettel. Falten Sie diesen Zettel und legen Sie ihn sorgsam in das Deckelglas. Sammeln und konservieren Sie auf diese Weise all Ihre besonders schönen und positiven Erinnerungen in Form der beschriebenen Zettelchen in diesem Glas. Zum Ende des Jahres 2016, sinnigerweise vielleicht genau an dem Tag der Jahreswende, leeren Sie ganz in Ruhe und ungestört das nun sicherlich schon bis obenhin volle Glas und nehmen noch einmal jedes Zettelchen in Ihre Hand, entfalten Sie es und lesen und genießen Sie noch einmal all das, was das Jahr 2016 für Sie so bemerkenswert, schön, intensiv, bewusst und einfach nur wunderbar und enzigartig gemacht hat. Sie werden dabei feststellen: Es war wirklich kein einfaches Jahr, wir sind extrem gefordert worden und mit Sicherheit ausnahmslos alle über unsere Grenzen gegangen, aber es war auch wieder ein Jahr voller wunderbarer Momente, intensiver Ereignisse und unerwarteter Begegnungen, die es definitiv wert sind, sie in bester und nachhaltiger Erinnerung zu behalten!

An was ich mich zum Ende dieses Jahres erinnern möchte? Zum Beispiel an all die Menschen, die mir in 365 Tagen auf meinem Weg begegnet sind. Manche sehr laut und ungestüm, andere hingegen sehr leise, fast unbemerkt und doch deutlich in ihrer Präsenz und Intensität wahrnehmbar. Ich möchte mich an all die Momente erinnern, die mein Leben so sehr bereichert haben, und es freundlich, sonnig, staunend und interessant gemacht, aber die mich manches Mal auch traurig, erschüttert und zuweilen auch nachhaltig berührt haben. Jedes Lebewesen, ob groß oder manches Mal auch ganz klein und unscheinbar, und jeder einzelne Moment, der mein Leben einzigartig, achtsam und bemerkenswert gemacht hat, jeder Augenblick und jede Begegnung ist es wert, sich bewusst daran zu erinnern und dafür aus tiefstem Herzen „Danke, dass Du mir begegnet bist!“ zu sagen!

 

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Praxis „Ansavita“

 

 

 

Gelassenheit finden!

„Gelassenheit finden im es einfach sein lassen!“

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Manches Mal sind es eben nur die kleinen Dinge, die uns den richtigen Weg zeigen!

 

Ich hoffe doch sehr, dass es bei Ihnen neben dem alljährlich pünktlich mit spätestens dem ersten Advent startendem vorweihnachtlichem und mit viel Schwere überfrachtetem „Ich muss noch dringend …!“, auch noch genügend Raum für ein entspanntes, leichtes und sehr positiv gestimmtes „Ich darf jetzt endlich …!“ und „Ich will …!“  gibt.

Ich kenne unglaublich viele Menschen, die sich mittlerweile, irgendwie steht gerade die Vorweihnachtszeit und insbesondere der Monat Dezember aus mir völlig unbekannten Gründen als Synonym für enorme Hektik und Stress, radikal und konsequent gegen ein „müssen“ und für ein entspanntes „dürfen“ entschieden haben. Der Fokus liegt dabei nicht mehr starr zentriert und ausgerichtet auf das Ziel, sondern vielmehr, verbunden mit weitgehendst planloser Spontanität, purer Sinnlichkeit und bewusstem Genuss auf allen Ebenen, auf dem Weg zum Ziel: Das Glück in der Einfachheit, in der Langsamkeit und vor allem den kleinen Dingen bewusst erleben! 

Nicht mehr die unüberhörbar tickende Uhr fest im gehetzten Blick, sondern dafür die wertvolle Ressource Zeit bewusst genießend. Kein „Ich komme in spätestens zwei Stunden zurück!“, sondern ein entspanntes „Ich bin dann mal weg!“. Rückkehr wann bitte? Man wird sehen, aber auf jeden Fall immer open end

Ein störungsfreies und entspannendes Mittagsschläfchen? Ja, unbedingt und so oft wie möglich! Wie lange? Schaun wir mal, wann wir ausgeruht und dann wieder wach sind … 

Sie essen bereits Ihr ganzes Leben lang abends um 19.00h und das nur, weil es schon immer so war? Nein, ab heute wird gegessen, wenn wir Hunger oder zumindest Appetit haben, und das bestimmen mit Sicherheit nicht die tickende Uhr und irgendwelche uralten traditionellen Gewohnheiten in memoriam!

Sie liegen äußerst bequem auf der gemütlichen Couch, genießen die Stille und lesen ein sehr inspirierendes und interessantes Buch. Im Hintergrund klingelt zum wiederholten Mal ziemlich laut das Telefon. Okay, Ihre Eltern haben Ihnen irgendwann einmal beigebracht, ist man zuhause, muss man auch ans Telefon gehen wenn es läutet. Das habe auch ich selbst irgendwann einmal so in etwa gelernt! Sie haben überhaupt keine Lust sich von der Couch zu erheben oder auch nur nach dem Telefon zu greifen, um sich irgendwelchen völlig sinnentleerten und somit absolut entbehrlichen Gesprächen chronisch Gelangweilter, die bereits zu Beginn zu 100% unter pure Zeitverschwendung verbucht werden können, hinzugeben? Dann lassen Sie es doch einfach sein und bleiben Sie gelassen und tiefenentspannt auf der Couch liegen! Irgendwann einmal legt sich so ziemlich jedes hartnäckige Klingeln und dafür gibt es schließlich schon recht lange die Vorzüge eines Anrufbeantworters oder einer Voice- Box! 

So ziemlich ausnahmslos jeder, der Ihnen mit Beginn der Vorweihnachtszeit über den Weg läuft, hat selbstverständlich schon seinen Weihnachtsbaum gesichert und den passenden Christbaum- Schmuck dafür aus dem Keller in die Wohnung geschleppt; die Lichterketten vom Vorjahr entwirrt; die Aufbewahrungsdosen für das Selbstgebackene griffbereit nebst umfangreichen Zutaten für die geplanten Weihnachts- Plätzchen in der Küche stehen und garantiert frühzeitig auch ausnahmslos alle Geschenke eingekauft? Fast jeder hat selbstredend dieses Mal die Weihnachts- Präsente für die ganze Familie und alle Freunde und Bekannten ganz besonders aufwendig und hingebungsvoll eingepackt und als kleines Extra obendrauf jetzt schon mal vorsorglich alle Weihnachtskarten geschrieben und vorfrankiert? Absolut keine Lust dazu? Dann lassen Sie es doch einfach bleiben! Sind Sie etwa jeder und unterwerfen Sie sich grundsätzlich jedem nur erdenklichen Gruppendruck nur weil das alle anderen so handhaben?

Jeder weiß schon jetzt bei wem er wann und wie die Feiertage verbringen wird; was aller Wahrscheinlichkeit nach an Heiligabend wie in jedem Jahr gegessen wird; was an diesem Abend, wie all die Jahre zuvor auch, für eine Weihnachtsmusik gespielt wird; wann an wen die Geschenke überreicht werden und prognostisch, was man von wem aller Voraussicht nach wieder mal ganz grauenhaftes und völlig sinnloses geschenkt bekommt? Sie möchten sich in diesem Jahr so garnicht festlegen, und das weder was kommende Einladungen und Pflicht- Besuche anbelangt, noch was Sie wann essen möchten? Dann lassen Sie es doch einfach bleiben!

Selbst wenn wir den schlimmsten anzunehmenden Fall in Betracht ziehen und Sie an Heiligabend mangels Ambitionen und fehlender Muse eine Pizza aus der Tiefkühltruhe ziehen, um sie anschließend in den Backofen zu schieben, wird Ihnen dabei kaum jemand kritisch über die Schulter sehen, und Ihnen mahnend zuraunen „Nein, nein, nein, das tut man nicht! Schließlich ist heute doch Weihnachten!“ und Sie dafür anschließend in der Hölle landen. Wenn Sie Appetit auf eine Pizza haben, kann so etwas auch an Heiligabend richtig toll schmecken und mit einem gedeckten Tisch, Besteck und Kerzen beachtlich und sehr festlich zelebriert werden! Also was soll´s?

Wer sagt Ihnen eigentlich in diesem, wie in jedem Jahr zuvor, dass Sie sich im Weihnachts- Getümmel stundenlang entnervt durch die Geschäfte quälen müssen, um auch noch die allerletzte Gans oder Ente zu ergattern? Sie danach gefühlt eine halbe Ewigkeit in der Küche stehen, um das ganze auch noch in einigermaßen genießbare Form zu bringen; den Tisch festlich für die aufmarschierende gesamte Verwandtschaft in zumeist Fussballteam- Stärke, die sich zumeist mit den Worten „In diesem Jahr bist Du dran! (Aaaah ja und wer sagt das?!!!) selbst einlädt, decken müssen und schon vor dem Gelage frustriert daran denken, dass Sie das ganze plus einem völlig eingesifften Schlachtfeld Küche anschließend alleine spülen, putzen und aufräumen müssen. Eventuell zu erwartende Hilfe? Nein, wo denken Sie denn hin! Schließlich hatten Sie sich Gäste eingeladen und keine dienstbaren Geister, und im übrigen soll man ja bekanntlich gehen, wenn´s am schönsten ist. Fazit: Taktisch und strategisch klug verschwinden die meisten Gäste also grundsätzlich vor dem Abräumen, Spülen und der dann notwendigen Grundreinigung der Küche! Keine Lust dazu und Sie sind schon bei dem Gedanken daran mehr als restlos bedient? Dann lassen Sie es doch einfach in diesem Jahr!

Wer sagt Ihnen eigentlich, dass Sie sich das alles antun MÜSSEN, hingegen definitiv niemand nach dem tatsächlich WOLLEN fragt? Richtig, allein Sie selbst und sonst absolut niemand! Wer redet Ihnen auch in diesem Jahr, machen Sie den ganzen Weihnachts- Budenzauber dieses Mal nicht mit, das anschließend schlechte Gewissen ein und lässt Sie in den nächsten drei Monaten bei der gesamten Verwandtschaft mental kniend Abbitte leisten? Richtig, niemand außer Sie selbst! Keine Lust dazu? Dann lassen Sie es doch einfach und pfeifen Sie drauf!

Mein ultimativer Ratschlag für dieses Jahr: So weit wie möglich raus aus den selbstauferlegten VerPFLICHTungs- Fallen, und hinein in ein bewusstes, entspanntes, genussvolles und selbstbestimmtes sich treiben lassen! Werden Sie zum für andere völlig unberechenbaren, selbstbestimmten und unplanbaren Individualisten, der sich nur nach einem orientiert: An einem ich WILL und ich DARF, jedoch keinesfalls einem selbstauferlegten oder gar fremdbestimmten „Du musst …!“! 

Fangen Sie endlich damit an, und das am besten heute noch, auch die kleinen Highlights, spontanen Überraschungen und sinnlichen Momente in ungehemmter Freiheit zu genießen. So wie es Ihnen gefällt und so wie Sie es für richtig erachten, und nicht wie andere oder gar Sie selbst Ihnen das verordnen und auferlegen. Ohne jegliches schlechte Gewissen, ohne Erklärungsversuche und Entschuldigungen und ohne Ausreden und Relativierungen: Gelassenheit finden im es einfach gut sein lassen! … und was sich für Sie gut anfühlt oder Ihnen tatsächlich ganz besonders gut tut, bestimmen allein und exklusiv Sie selbst!

Herzlichst und Ihnen allen eine wunderbare, genussvolle und entspannte Adventszeit

Jutta Lotz- Hentschel

 

Gute Vorsätze!

„Und alle Jahre wieder ein neuer Versuch!“

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Habe ich etwas verpasst oder ist denn schon Silvester?

So wie bereits mittlerweile Ende Mai eines jeden Jahres der Sommerschlussverkauf beginnt, wir im Hochsommer Ski- Stiefel kaufen können und pünktlich ab Ende August Dominosteine und Lebkuchen erhältlich sind, beginnt in diesem Jahr offensichtlich ein weiteres Phänomen extrem früh: Die Überlegungen hinsichtlich der möglichen Auswahl eventuell guter Vorsätze für das kommende Jahr! Inwieweit diese Vorhaben, die zumeist immer recht vollmundig, umso mehr Publikum und Zuhörer, umso besser und offensichtlich auch gefühlt glaubhafter für den eigenen Kampfgeist, angekündigt werden, dann auch tatsächlich realisiert werden, spielt dabei zunächst keine übergeordnete Rolle. Hauptsache ein guter Vorsatz zum Jahreswechsel und das ganze bitte mit viel Getöse und noch mehr Überzeugungskraft in die launige Runde geworfen!

Weshalb überhaupt gute Vorsätze zum Jahreswechsel, wie auch kollektiv verordnet fröhlich und lustig sein müssen, nur weil der Kalender als Datum in jedem Jahr den 11.November und die Uhr 11.11h anzeigt und eine echte Spaß- Bremse, der da nicht begeistert mitmacht? Warum eigentlich in jedem Jahr das gleiche Geblubber mit genau denselben Absichts- Beteuerungen um exakt die gleichen Themen, von denen man zumeist bereits im voraus genau weiß, dass man das ganze spätestens vierzehn Tage nach Jahresbeginn unisono in die Tonne getreten und aufgrund eigenem Unwillen oder völliger Undurchführbarkeit beerdigt hat?

Tja, weil es sich irgendwie gegenüber anderen, die sich sowieso noch nie an ihre guten Neujahres- Vorsätze gehalten haben, erst einmal genial gut und heldenhaft anhört und vor allen Dingen zunächst so kinderleicht und easy peasy anfühlt! Träume sind nach Auffassung von Sigmund Freud Schäume und sieht das mit Worten aus? Oder heißt es da nicht doch eher: Was gebe ich schon auf mein Gequatsche von vorgestern oder letzte Woche, respektive dem Silvester- Abend so kurz vor Mitternacht!

Aus solch einer Diskussion kann man dann schon mal aufgrund der dann noch vorhandenen eigenen Überzeugung und vollmundiger Absichts- Bekundungen gefühlt als echter Held hervorgehen. Die Außenwirkung wird zumeist ebenfalls in der eigenen anfänglichen Begeisterung und Euphorie überidealisiert und fast ähnlich einer Nominierung auf dem Weg zum Oscar für die Rolle des besten Hauptdarstellers wahrgenommen. Tja, wenn man´s denn wirklich komplett durchzieht und vor allen Dingen auch dabei bleibt … Zumeist fatal unterschätzt wird hierbei die enorme Fallhöhe des fast vorausberechenbaren Scheiterns!

Ich denke, so ausnahmslos jeder – nun ja, wir laufen nun mal nicht über´s Wasser und müssen uns auch nicht bücken, um morgens nicht mit dem Heiligenschein und den Engels- Flügelchen am Türrahmen hängen zu bleiben – kennt das alljährliche Spielchen. Am letzten Tag des Jahres noch hoch- motiviert und zu wirklich großen Heldentaten wild entschlossen, wird dann die vermeintlich letzte Zigarette unter dem mitleidigen Blick aller anderen anwesenden Raucher im Aschenbecher mit den Worten „Das war meine letzte Kippe, ich schwör´s; ab jetzt ist endgültig Schluss mit der Quarzerei und das lebenslang!“ ausgedrückt. Ein steiles Statement und eine todesmutige Absichtserklärung, bei dem jedem gestandenen Genuss- Qualmer die gerade angezündete Zigarette wieder ausgeht, zumal fast jeder Raucher zumeist bereits eine beachtliche „Das war meine letzte Fluppe- Karriere“ hinter sich hat und daher weiß, dass das Vorhaben zwar zunächst gut klingt, aber dieses bisher immer bereits nach einer Woche Entzugs- Kriechgang bis auf weiteres verworfen und wieder aufgegeben wurde.

Spätestens am nächsten Morgen kündigen wir selbstlos und altruistisch an, freiwillig einen ganz langen Spaziergang mit dem familieneigenen Wuffi zu unternehmen, schließlich braucht der Kleine ja auch mal Auslauf, um sich sofort an der Tanke an der nächsten Strassenecke flugs eine Packung der Lieblings- Zigarettenmarke zu besorgen. Wir übersehen dabei dezent, dass das Wetter sich mittlerweile von einem anfänglich leichten Nieselregen in einen ausgemachten Dauerregen verschlechtert hat und unser Wuffi schon recht kläglich und triefnass aus der Wäsche guckt und immer wieder zurück in Richtung warme Wohnung zieht. Nix da, eine Runde geht noch, das reicht gerade mal für noch ´ne Fluppe und damit keiner was merkt, denn das wäre ja echt peinlich, haben wir uns vorsorglich an der Tankstelle gleich noch das hammerharte Eukalyptus- Mundspray besorgt. Sicher ist sicher und man weiß ja schließlich nie!

Oder die wirklich kernige Ansage „Ab morgen gehe ich 3x in der Woche ins Fitness- Studio!“. Wow, was für ein Statement, das jeden überzeugten Couch- Potatoe mit hartnäckigem Hüftgold vor Neid erblassen lässt! Um zu bekräftigen, dass wir´s wirklich ernst meinen, ziehen wir lässig den bereits ausgefüllten Vertrag für das Sport- Studio aus der Schreibtisch- Schublade, unterschreiben ihn vor Zeugen, legen ihn gefaltet in ein vorfrankiertes Briefkuvert und bitten einen Anwesenden, den Brief auf dem Nachhauseweg für uns in den nächsten Briefkasten zu versenken. Am 1. Januar gibt´s dann noch ein bisschen Schonfrist, weil das Sport- Studio ohnehin am Neujahrstag geschlossen ist, aber morgen geht´s ganz bestimmt los und wir freuen uns schon wirklich riesig drauf!

Im Laufe des Nachmittags des ersten Arbeitstages im neuen Jahr stellt sich dann bereits bei dem Gedanken, dass nach Feierabend das anvisierte Sport- Studio seinen mahnenden Ruf in unsere Richtung aussendet, ein leises Unwohlsein ein. Nach dem Verlassen des Büros auf dem Weg zum Auto fällt uns dann blitzartig ein, dass zuhause dringend der Kühlschrank gefüllt werden muss. Also fahren wir noch ganz schnell zum Einkaufen und weil es zu dieser Uhrzeit dort ziemlich voll ist, gestaltet sich die Shopping- Tour auch dementsprechend zeitaufwendig. Beim Einpacken der Einkäufe nehmen wir verstärkt das überdeutliche Grummeln unseres Magens zur Kenntnis, das eindeutig Hunger signalisiert. Sofort stellt sich die Frage: „Hungrig Sport treiben? Neee, geht mal garnicht!“ Also erst einmal nachhause und etwas essen. Dort angekommen werden dann erst einmal in aller Ruhe die Einkäufe ausgepackt und in die Schränke geräumt und dann die Bratpfanne angeheizt. Nach einer Stunde genüsslicher und höchst dekadenter Völlerei liegen wir neben einem leeren Teller auf der Couch, und entscheiden uns mit dem für uns sehr einleuchtenden Argument „Morgen ist auch noch ein Tag und pappensatt bringt Sport ohnehin nichts und schlägt außerdem total ungesund auf den Magen und belastet nur den Kreislauf!“ gegen das Sport- Studio.

Am nächsten Tag bremsen uns dann leider völlig unerwartet zwei Überstunden aus. Am übernächsten Tag ist es leider die überraschende Einladung zu einem kleinen Umtrunk mit Kollegen. Am darauffolgenden Tag hat die beste Freundin Geburtstag und lädt zum Pizza- Essen ein, usw.. So gerät das gesamte Vorhaben im Laufe der kommenden Tage nach und nach im Dunkel der Vergessenheit. Tja, bis wir die Abbuchung des fälligen Monatsbeitrages für das Sport- Studio auf dem Kontoauszug entdecken. Richtig, da war doch noch was! Lassen wir mal den ersten Monat des neuen Jahres vorüberziehen und fangen am besten am nächsten Ersten an, fest in die innere Ghetto- Faust versprochen! Na ja, und weil irgendwie immer irgendetwas dazwischen kommt, das uns vom Gang ins Sport- Studio abhält, zieht auch der zweite und der dritte Monat sportlich ungenutzt ins Land.

So kommt es, dass wir Monat für Monat einen Club für sportliche Aktivitäten und Leibesertüchtigung sponsern ohne diesen ein einziges Mal von innen gesehen zu haben, zumal wir in unserer anfänglichen Selbstüberschätzung und Euphorie gleich einen Jahres- Vertrag unterschrieben haben. Also wird der Vertrag sofort gekündigt, für ein Jahr Mitgliedsbeiträge entrichtet und damit hat sich das ganze wieder bis auf weiteres erledigt. Wie sagte meine Omi immer? „Irgendwas ist immer, das uns davon abhält das zu tun was wir tun wollten!“

Oder die Sache mit dem Abnehmen! Nach endloser Völlerei und reichlich Alkohol- Genuss entsagen wir an diesem Abend öffentlich vor allen anwesenden Silvester- Gästen jeglichen kulinarischen Ausreißern bis wir 15kg abgenommen haben. Ein echt starkes Statement, das man für voll nehmen sollte, schließlich meinen wir das ganze sehr ernst! Am ersten Tag des neuen Jahres fällt es aufgrund leichter Übelkeit und einem mittelschweren Kater noch relativ leicht sich ausschließlich von übrig gebliebenen Salaten und Mineralwasser über Wasser zu halten. Doch am ersten Arbeitstag geht´s schon los, was ein Durchhalten wirklich fast zur Unmöglichkeit macht. Hatte der Chef doch am 31.Dezember seinen runden Geburtstag und lädt nach Feierabend die gesamte Belegschaft zu dem neuen und super- schicken Italiener zum Essen ein. Völlerei und Genuss pur! Das anschließend große Versprechen, nachdem wir wie ein gestrandeter Wal im Bett liegen und nur noch darauf warten, dass Greenpeace klingelt, um uns ins Meer zurück zu rollen, dass Morgen wirklich und endgültig Schluss mit der ungehemmten Fresserei ist. Versprochen und das so was von …

Nach insgesamt drei Tagen nebst allen Begleiterscheinungen, wie chronischer Übellaunigkeit und einer leichten Tendenz zur Aggression ist es dann erneut soweit. Die Schwiegereltern haben die gesamte Familie am Wochenende zum Raclette eingeladen. Unabhängig davon, dass Raclette schon ewig nicht mehr auf der heimischen Speise- Karte zur Disposition stand und sich das immer so gemütlich gestaltet, kann man hier unmöglich absagen ohne dabei sehr unangenehm aufzufallen. Eine Absage oder der Verweis auf eine Diät würde von Ihrer Schwiegermutter als persönliche Schwerstbeleidigung interpretiert und schließlich haben Sie auch noch Ihren guten Ruf als „Best Schwiegertochter forever!“ zu verteidigen. Also was soll´s, der eine Raclette- Abend wird schon nicht so sehr ins Gewicht fallen! Doch, das tut er und das Ergebnis sehen Sie bereits am nächsten Morgen mit dem Ausschlag Ihrer Waage und einem deutlichen Plus von 1,5 kg! Donnerschlag, das hat gesessen, aber es war auch wirklich so lecker!

So könnte man die Aufzählung der kleinen und großen Erfolglosigkeiten der alljährlich pünktlich zu Silvester gefassten guten Vorsätze endlos weiterführen und so wird es erneut im neuen Jahr wie auch in diesem Jaht den würdigen Nachruf auf all das, was wir uns so vorgenommen und nicht gehalten haben, geben und dieser lautet:

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Empirisch belegt, scheitern rund 92% aller gemachten guten Vorsätze in den ersten 10 Tagen eines neuen Jahres. Da stellt sich die Frage: Was machen die übrigen 8% richtig oder anders? Ganz einfach: Eine fast Geling- Garantie erlangen diejenigen, die ihre Ziele und Vorhaben exakt konkretisieren! D.h. es genügt bei weitem nicht, vage und eher ungenau zu signalisieren mit dem Rauchen aufzuhören, 15kg abzunehmen oder drei Mal wöchentlich ins Sport- Studio zu gehen. Da muss eindeutig schon ein bisschen mehr Butter an die Fische! Ein kleines Beispiel anhand eines echten Klassikers: Das Abnehmen! Umso konkreter das ganze formuliert wird und umso mehr Sie für Ihr wirklich realistisches Vorhaben brennen, es tatsächlich und nicht nur halbherzig erreichen wollen, umso dramatischer steigt die Chance, das Ziel auch zu erreichen.

Also sollte Ihr guter Vorsatz folgendermaßen lauten: Ich werde täglich eine halbe Stunde stramm spazieren gehen; keinen Aufzug mehr nehmen, sondern dafür zu Fuß gehen; auf Fast- Food und Süßigkeiten verzichten; Alkohol meiden und täglich Salat und Obst in meinem Ernährungsplan berücksichtigen. Um mein Ziel zu erreichen, plane ich monatlich X Kilogramm abzunehmen. Das ganze am besten schriftlich formulieren, ausdrucken und gut sichtbar am Kühlschrank befestigen. Nehmen Sie Einladungen ruhig an, aber essen Sie bereits zuhause einen großen Teller Salat, dann können Sie auch gegenüber der bisherigen Völlerei weitgehend standhalten.

Die erste Grundregel für´s Abnehmen: Nie mehr hungrig einkaufen gehen und nur noch einmal in der Woche Lebensmittel einkaufen! … und bitte nur das einkaufen, was auch auf dem Einkaufszettel steht, der Rest ist „No Go!“.

Für alle diejenigen, die sich trotz schriftlicher Absichtserklärung an der Kühlschrank- Front beim Anblick des Kühlschrank- Inhalts nicht bremsen können, rate ich gleich zu Beginn zu einem Besuch im Baumarkt zwecks Erwerbs einer handlichen langen Stahlkette und eines großen Schlosses zum Sichern der Kühlschrank- Tür. Den Schlüssel deponieren Sie am besten bei einem unbestechlichen Freund, der null Mitleid kennt und allen Überredungskünsten widerstehen kann. Für alle, die denn doch nicht so weit gehen möchten, gibt es als Merkhilfe im Kampf gegen den inneren Schweinehund das Diät- Piggy Schweinchen, das man in den Kühlschrank stellt und das laut anfängt zu grunzen, wenn sich das Licht im Kühlschrank einschaltet.

Sie haben jetzt noch exakt 13 Tage Zeit, um pünktlich bis zur Silvesternacht Ihr Ziel, für das Sie brennen und das Sie im neuen Jahr tatsächlich erreichen wollen, und das nicht nur mittels vager und ungenauer guter Vorsätze, die Sie ohnehin nicht einhalten werden, genauestens zu konkretisieren. Also ran, die Uhr tickt …

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Haben Sie ebenfalls keine Lust auf die alljährlichen guten Vorsätze, rate ich Ihnen, machen Sie es einfach alternativlos ebenso wie ich: Niemals gute Vorsätze zu Silvester, never ever, und nicht einmal unter Androhung schwerer Folter! Nicht etwa weil ich meine eigenen guten Vorsätzen nicht einhalte, sondern vielmehr deshalb weil ich noch weitere 364 Tage im Jahr Zeit habe genau das effizient und erfolgreich umzusetzen und zu realisieren, was ich mir vorgenommen habe, und ich mich nicht mit Vorsatz selbst zum Gesinnungs- Sklaven eines einzigen Tag des Jahres mache!

Herzlichst

Jutta Lotz- Hentschel

Die Zeit ist reif!

„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (Zitat: Victor Hugo) 

… und die Zeit ist für mich persönlich mehr als reif in Richtung einer grundlegenden Veränderung, eines elementaren Wandels. Was bietet sich dabei mehr an als das bevorstehende Jahresende, um pünktlich zum Beginn des neuen Jahres das zu beenden, was sich überlebt hat und zukünftig nicht mehr zu mir gehört, und mit klaren Visionen, hohen Zielen und beachtlichen Herausforderungen neu durchzustarten! 

Für mich persönlich ist das Jahresende 2017 der absolut perfekte Zeitpunkt, um Türen in die Vergangenheit, die ich bereits lange hinter mir gelassen habe, und durch die ich aller Wahrscheinlichkeit und nach eigenem Ermessen auch nie mehr treten werde, ohne Rückschau, ohne jegliche Wehmut oder Traurigkeit, ohne Bitterkeit oder ein Resümee endgültig und für immer zu schließen, damit sich neue Pforten in Richtung der kommenden Veränderung öffnen können.

Um einer anfänglichen Idee, einem flüchtigen Gedanken jedoch Gestalt zu geben und neues daraus entstehen zu lassen, muss man diesem Ruf nach Wandel und Veränderung auch aktiv folgen, zumal absolut nichts in unserem Leben passieren wird, außer wir tun es. Es genügt bei weitem nicht, nur von einer eventuell möglichen Veränderung zu träumen, unablässig darüber nachzudenken oder zwecks eigens kreierter Durchhalte- Parolen darüber zu philosophieren, das ganze Vorhaben dann jedoch in den diffusen Bereich des vagen, eventuellen, vielleicht möglichen und damit in die temporäre Endlos- Warteschleife der unerfüllten Visionen und zu guter Letzt abgeschriebenen Lebensträume zu verschieben. Die erfolgreiche Realisierung eines angestrebten Zieles hängt elementar davon ab wie ernst wir das ganze meinen, wie ernst wir uns selbst dabei nehmen und was wir zu gegebener Zeit eventuell bereit sind für dieses eine Ziel, diese große Lebens- Vision, aufzugeben und in die Waagschale zu werfen. Etwas frei- und bereitwillig aufzugeben ohne einen einzigen Gedanken an einen gefühlt erlittenen imaginären Verlust, sondern vielmehr mit ganz viel Mut, Energie und Begeisterung in Richtung der kommenden Herausforderungen und des Ziels.

Da ich meine eigene Lebens- Vision und meine persönlichen Ziele und damit mich selbst sehr ernst nehme, werde ich nach langen 15 Jahren Arbeit mit Menschen in meiner Praxis „Ansavita“ diese zum 31.Dezember 2017 endgültig schließen und meine Beratungstätigkeit beenden, um mich voll und ganz meiner neuen Aufgabe und damit sehr anspruchsvollen Herausforderung als Autorin und Schriftstellerin zu widmen. Aus einer anfänglichen Vision, die sich bereits im Jahr 2015 ankündigte und deren Zeit jetzt gekommen ist, ist mittlerweile gemeinsam mit meinem Mann das Autoren- Kollektiv „WortKUNST“ entstanden, das für uns als Synonym anspruchsvoller Literatur fernab des Markt- überflutenden Mainstream- Schrotts und der Omnipräsenz trivialer Trash- Pamphlete steht.

Mit der Schließung meiner Praxis zum 31.Dezember 2017 werde ich meinen bisherigen Blog www.praxisansavita.com, wie auch meine Website www.juttalotz-hentschel.de, die ich bereits Mitte des Jahres vom Netz genommen habe, ebenfalls schließen. Neu entstanden ist hierfür unser neuer gemeinsamer Blog, bzw. ein neuer Internet- Auftritt www.jlotzhentschel.com, der ab sofort zur Verfügung steht. Da ich keine Newsletter und eMail- Informationen mehr an meine bisherigen Praxis- Klienten verschicken werde, können Sie sich gerne als Follower eintragen, um auch weiterhin automatisch interessante Veröffentlichungen der Website „WortKUNST“ Jutta Lotz- Hentschel und Jürgen Lotz, Schriftsteller- und Autoren- Kollektiv, zu erhalten. Bisherige Beiträge und Veröffentlichungen aus der Seite http://www.praxisansavita.com bleiben im Archiv bis auf weiteres erhalten und sind somit für interessierte Leser jederzeit abruf- und einsehbar.

Ich darf mich bei Ihnen allen aus tiefstem Herzen für die jahrelange Treue und das mir entgegengebrachtes große Vertrauen, die vielen berührenden Gespräche, den inspirierenden und tiefen Austausch bedanken. Vielen herzlichen Dank, dass ich Sie auf Ihrem Weg begleiten und kennenlernen durfte; ich werde mich sehr gerne an Sie erinnern!

Ich wünsche Ihnen eine wunderbare Vorweihnachtszeit und alles erdenklich liebe und gute.

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Ja, geht´s noch?!!!

„Verwaltete Armut in Deutschland!“

Wenn sogar mir persönlich die Worte fehlen …

Folgt man aufmerksam der medialen Berichterstattung, die sich täglich über Deutschland erbricht, hat man fast den Eindruck, wir leben in unserem Land tatsächlich in nahezu paradiesischen Zuständen mit All inclusive- Wellness- Faktor und Rundum- Kuschel- Service: Deutschland ist ein reiches Land; Deutschland ist weiterhin Export- Weltmeister; in 2016 weit über € 50 Milliarden an Steuer- Mehreinnahmen; die Arbeitslosenzahlen befinden sich angeblich auf dem ultimativen Sinkflug und die Konjunktur erfährt zur Zeit einen absoluten Höhenflug! Das hört sich doch wirklich alles supi an! Dazu erklärt uns die Politik aus dem Elfenbeinturm selbstverliebter Egomanen: Allen geht es wirklich so gut wie nie zuvor! Fazit: Ein echtes Superlativ und wer jammert und sich beschwert, jault auf extrem hohem Niveau!

Beschäftigt man sich hingegen kritisch mit den harten Fakten, sieht es tatsächlich weitaus nüchterner und reduzierter aus, also „Herzlich willkommen im weiten und bunten Reich der Sagen, Märchen und Legenden deutscher Medien und hauseigener, sich in der Selbstbeweihräucherung gegenseitig überbietender, Politiker!“

Kleine Anmerkung am Rande: Na, Herr Maas, wie war das nochmal mit den Fake- News oder haben etwa in diesem Land Politiker und Medien nach den Kriterien des Wahrheits- Ministeriums und diverserer staatlich geförderter Blockwart- Institutionen Narrenfreiheit ohne Limit?!!! Zu diesem Thema später gerne mehr! Denn, wissen Sie, bei mir ist aktuell etwas Zeit- Straffing angezeigt, ich ziehe nämlich gerade um!

Nun zu den eher unappetitlichen Tatsachen und die eiskalt serviert: Rund 800.000 Menschen in Deutschland geht es wirtschaftlich so schlecht, dass sie ihre Einkäufe bei den Tafeln tätigen müssen! Nahezu jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut und nahezu 300.000 Menschen sind so mittellos, dass sie sich noch nicht einmal eine Wohnung leisten können und obdachlos auf der Strasse leben. Ganz zu schweigen von den zahllosen Rentnern, die mittlerweile nicht einmal mehr von ihren Altersbezügen angemessen leben können und daher gezwungen sind, ihre Einkünfte mittels Mini- Jobs oder noch weitaus schlimmer Flaschensammeln aufzubessern! Tatsache ist, noch nie zuvor gab es so viele mittellose und arme Menschen in Deutschland wie heute!

… und nun zur heutigen Ausnüchterung! Ich ziehe demnächst bekanntlich um und im Zuge des allgemeinen Aufräumens möchte ich mich von Dingen, wie Möbel, Bekleidung und vielem mehr, was ich definitiv nicht mehr brauche, trennen. Wohlgemerkt alles Dinge, die völlig in Ordnung, fast neuwertig, völlig intakt, liebevoll gepflegt und allesamt unbeschädigt sind. Mein Grundgedanke: Mit Sicherheit gibt es noch Menschen in Deutschland, die sich über den Besitz, von dem ich mich trennen werde, freuen und denen ich mit der kostenlosen Überlassung vielleicht sogar ein kleines Stück weiterhelfen kann, zumal ein eventuell zu führendes Bewerbungsgespräch in einem erstklassig und absolut neuwertigem dunkelblauen Windsor- Anzug oder einem Kostüm nun mal selbstbewusster und sicherer geführt werden kann, als in dem geliehenen Teil einer Freundin, das man anschließend gereinigt der Besitzerin wehmütig wieder zurückgeben muss.

Mein erster Gedanke: Ich biete den gesamten Fundus einem Sozial- Kaufhaus, der Caritas, den Johannitern oder einer anderen sozialen Institution oder privaten Initiative an und stifte einfach alles. Mit Sicherheit wird das ganze dort neue und glückliche Besitzer finden, die genau das suchen und brauchen, was ich nicht mehr benötige.

Also habe ich in den vergangenen Tagen so ziemlich alle ortsansässigen Institutionen per eMail angeschrieben oder angerufen, um das ganze reibungslos in die Wege zu leiten. Und? Hört und fühlt sich doch im Prinzip sehr gut durchdacht an: Simplify your life, tu damit was Gutes und mach andere zum Nulltarif glücklich! Ja, hört sich in der Theorie eindeutig Klasse an! In der Praxis hingegen: Effekt gleich Null!

Aber zunächst zurück zu meinen Aktivitäten! Die erste Antwort einer bekannten sozialen Einrichtung, die sich in den abendlichen Sendepausen zur Prime- Time des Mainstream- Fernsehens in punkto Spendenaufrufen á la „Nur Bares ist wahres!“ was Gutes gönnt und sich dabei so richtig den Allerwertesten aufreißt: „Ja, aber klar doch gerne! Das können Sie uns alles gerne vorbei bringen, aber …!“

„Bitte nur Möbel, die maximal 3-5 Jahre alt, respektive die neu sind, keinerlei Gebrauchspuren aufweisen und in absolut einwandfreiem Bestzustand sind. Antike Stücke lassen wir erst einmal auf deren Wert taxieren und dann überlegen wir uns, ob wir sie annehmen, wenn diese einen sehr hohen Wert darstellen! Kleidung bitte nur gebügelt, gereinigt und am besten neu und ungetragen, modisch und aktuell, in sehr guter Qualität, in ansprechenden Farben und Mustern, was immer das auch bedeuten mag, und am liebsten nur bekannte Markenware. Schuhe bitte ausschließlich neu und ungetragen, zumindest aber neu besohlt, 1A- gepflegt, aktuelle Modelle und ohne jegliche Trage- und Gebrauchsspuren. Ach, und die nur einmal benutzten Inline Skates inklusive Tragetasche nehmen wir garnicht an, da sieht man ja auf der Oberfläche der Rollen, dass sie schon mal benutzt wurden! Am besten wird sein, wir schicken mal demnächst jemanden vorbei und suchen uns dann alles das aus, was wir gerne haben möchten; den Rest können Sie ja anschließend noch im Sperrmüll und im Altkleiner- Container entsorgen!“ Nur am Rande bemerkt: Ich habe so vieles zu verschenken, das absolut neuwertig und sehr gepflegt ist, ich könnte damit meinen eigenen Sozialladen „Top- Shopping zum Nulltarif!“ eröffnen!

Leute, ja geht´s noch?!!! Die erhaltene Antwort und weitere zumindest nahezu identische, stehen stellvertretend für ausnahmslos alle von mir kontaktierten Institutionen und Initiativen und sind meines Erachtens an Überheblichkeit und Arroganz nicht mehr zu überbieten. In meinem anfänglichen Enthusiasmus war ich tatsächlich der Ansicht, man würde sich über mein Angebot, bzw. meine Spende ehrlich freuen, allerdings bin ich aufgrund der Statements mittlerweile mehr als geerdet: In Deutschland wird Armut und Bedürftigkeit offensichtlich nur noch verwaltet, zur Statistik reduziert und kommerziell ausgeschlachtet! Überall wird vollmundig über Essen- Retter; schont wertvolle Ressourcen; teilen und verschenken, anstatt teuer konsumieren und „Kein deutscher Müll für die Dritte Welt!“ berichtet – oder sollte ich eher sagen „schwadroniert“ – beschäftigt man sich jedoch ernsthaft und kritisch mit der Materie, kommt als Abgesang die eiskalte Ausnüchterung! Die von mir kontaktierten angeblich so sozialen Institutionen, Einrichtungen und Initiativen sind überhaupt nicht daran interessiert, bedürftigen und von der Armut bedrohten Menschen wirklich altruistisch zu helfen und das noch nicht einmal, wenn es sich dabei um Top- Spenden im Überfluss zum Nulltarif handelt, die man sicherlich recht einfach entsprechend verteilen und weitergeben könnte!

Mein ganz persönliches Fazit: Von mir gibt es zukünftig mit Sicherheit nicht einen einzigen Euro als Spende an karitative Institutionen mehr! Das örtliche Tierheim freut sich über ausnahmslos jede Futterspende, und seien es nur 5 Dosen Hunde- oder Katzenfutter, mehr, als jede soziale Institution oder Initiative, die den Namen noch nicht einmal ansatzweise verdient hat, bzw. diesem Anspruch gerecht wird.

Aber, ich habe verstanden, es geht auch gerne anders! Die Möbel lasse ich  jetzt tatsächlich vom Sperrmüll entsorgen und die Kleidung verkaufe ich an das Unternehmen „Momox- Fashion“. Summasummarum € 1.000,– kommen da nach ersten Einschätzungen mindestens zusammen und das Geld spende ich dann an das Tierheim unserer Stadt. Die brauchen es nämlich wirklich dringend, freuen sich ehrlich über ausnahmslos jede Spende und sagen anschließend sogar noch „Danke!“.

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Praxis „Ansavita“

Saatzeit!

„Einkaufen fast wie in einem gigantischen Supermarkt“

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Der Traum eines vom Himmel gefallenen ganz großen Lebensglücks oder die unerfüllbare Illusion, reich ernten zu können ohne jemals Saat ausbringen zu müssen!

Es gibt eine wunderbare und sehr metaphorische Geschichte, die eine Problematik nicht treffender auf den Punkt bringen könnte: Die illusionäre Hoffnung reiche und vielfältige Ernte einfahren zu können ohne sich vorher Gedanken hinsichtlich der auszubringenden Saat und sich während der Wachstumsphase auch keine Arbeit in Bezug auf Dünger, Bewässerung und Pflege machen zu müssen. Irgendwas wird schon wachsen und irgendwann wird das ganze auch irgendwie reif zur Ernte sein. Nun jedoch erst einmal zur Geschichte!

Ein junger Mann hatte eines Nachts einen sehr lebhaften und ganz wunderbaren Traum. Er befand sich in einem sehr luxuriösen und unüberschaubar großen Geschäft. Die gesamte Einrichtung und Ausstattung, die hohen Wände, der Marmor- Boden und die Decke glänzten und glitzerten und waren aus den erlesensten Materialien sehr kunst- und geschmackvoll gestaltet. Leider war für den jungen Mann nicht erkennbar, was in dem Laden zum Kauf angeboten wurde.

Hinter üppig bestückten und unendlich langen Regal- Reihen und einer riesengroßen Verkaufstheke stand zunächst schweigend ein wunderschöner Engel in einem sehr kostbaren Gewand, der ihn ansah und gewinnend und freundlich zulächelte. Der Engel sagte zu dem jungen Mann: „Guten Tag, seien Sie uns von ganzem Herzen gegrüßt und willkommen! Wir freuen uns, dass Sie heute den Weg zu uns gefunden haben. Sehen Sie sich ganz in Ruhe in unserem Laden um, vielleicht finden Sie bei uns genau das, was Sie schon immer gesucht, jedoch nie gefunden haben. Wir bieten Ihnen das absolut außergewöhnliche in bemerkenswerter und einzigartiger Qualität, die Sie sonst nirgends finden können. Nur Mut, Sie haben unendlich viel Zeit, um sich alles ganz genau anzuschauen und auch alles anzufassen. Sollten Sie noch Fragen haben, stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.“

Völlig überwältigt und gefangen von dieser freundlichen Begrüßung und all dem Glanz und Glitzer fragte der junge Mann: „Ich wünsche Ihnen auch einen schönen guten Tag. Was verkaufen Sie denn hier in Ihrem wunderschönen Laden?“ Der Engel gab ihm freundlich Auskunft: „Alles was Sie wollen und was immer Sie sich wünschen, mein Herr!“ Der junge Mann antwortete: „Das hört sich ja ganz phantastisch und fast paradiesisch an. Dann hätte ich selbstverständlich gerne sofort zum Mitnehmen…

– eine Frau, die mich immer versteht, mich alleine und beständig bis an ihr Lebensende selbstlos liebt und auf die ich mich immer und ewig verlassen kann,

– eine wahnsinnig glückliche Ehe mit meiner Frau bis zu unserem gemeinsamen Lebensende,

– ausnahmslos sehr gute Freunde, die uns begleiten, immer für uns da sind, uns unterstützen und uns helfen, wenn wir sie rufen,

– viele Kinder, die sich sehr gut entwickeln und an denen wir unsere wahre Freude haben und auf die wir stolz sein können; die uns pflegen, wenn wir einmal alt und gebrechlich sind und die uns bei allem unterstützen nach Leibeskräften,

– ein sehr gutes und hohes Einkommen, das uns ein wunderbares Leben garantiert und einen gesellschaftlich angesehenen und wichtigen Beruf, der mich voll und ganz erfüllt und mir die Anerkennung, den Ruhm und die Ehre beschert, die mir gebührt,

– und, und, und ….. !“

Die Wünsche des jungen Mannes nahmen kein Ende mehr und er redete und redete ohne Unterlass. Da fiel ihm der Engel plötzlich ins Wort und sagte sehr freundlich, aber auch ein klein wenig bestimmt: „Entschuldigen Sie bitte vielmals, mein Herr, dass ich Sie unterbreche. Aber meines Erachtens haben Sie da wohl etwas falsch verstanden! Wir verkaufen keine Früchte in unserem Laden, wir verkaufen hier ausschließlich den Samen, den Sie dann nach Gutdünken selbst aussäen, und anschließend hegen und pflegen, düngen und wässern können, bis er viele Früchte trägt, die Sie dann selbst reichlich ernten können!“ Erschrocken und schweißnass erwachte der Mann aus seinem Traum; von harter Arbeit und Aufopferung war keine Rede, er wollte doch lediglich ernten und das gänzlich ohne jegliche Anstrengung, ohne zeitaufwendige und anstrengende Arbeit und ohne Aufopferung für die anschließende Last einer Ernte. Irgendwie muss der Engel da wohl etwas gründlich missverstanden haben; ihm ging es niemals um Arbeit, sondern vielmehr nur um die Ernte der Früchte. Na ja, es war ja auch nur ein Engel und die haben ohnehin keine Ahnung vom wirklich wichtigen und richtigen Leben!

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Diese kleine Geschichte, die sich so sehr nach einem Gutenacht- Märchen anhört, ist leider alltägliche Realität in meiner Praxis in der Beratung von Klienten. Zuerst kommt die Phase der Visionen: Hier werden mir wort- und blumenreich ausnahmslos alle Visionen und Träume hinsichtlich neuer Projekte, geplanter Neu- und Umorientierungen und persönlicher Veränderungen geschildert. Das hört sich zunächst sehr enthusiastisch und zielorientiert an und man könnte wirklich unterstellen: Das wird was!

In der zweiten Phase werden die einzelnen Schritte und Etappen auf dem Weg zum anvisierten Ziel erörtert und festgelegt. Auch dabei sprudeln die Ideen und Vorschläge meiner Klienten und das ganze gestaltet sich sehr strukturiert und zielgerichtet. Die Planung steht und der Vollendung des Projekts steht an und für sich nichts mehr im Wege. Außer … Nun ja, der Klient sich selbst! Etwaige Rückfragen meinerseits, die schon ein wenig kritischer klingen, werden zumeist beschieden mit einem schlappen „Ach was, ich weiß ja jetzt, welchen Weg ich gehen muss, das wird bombig!“ Damit naht das Ende der Besprechung.

… und dann? Höre ich von meinem Klienten erst einmal bis auf weiteres garnichts mehr! Man könnte sich jetzt der Nerven- Beruhigung und eigenen Illusion hingeben, dass das Projekt doch viel Aufmerksamkeit, Energien und Zeit kostet und das ganze definitiv so klar besprochen war, dass keine Rückfragen notwendig sind. Nach, sagen wir mal in etwa mit schöner Regelmäßigkeit, drei Monaten kündigt sich das nächste Beratungsgespräch an. Meine erste Frage selbstverständlich: „Was macht den Ihr angestrebtes Projekt? Wie weit sind Sie denn bisher bei der Realisierung gekommen?“ Die Antwort dann: “ Tjaaa, irgendwie funktioniert das ganze nicht so, wie ich mir das eigentlich (!!!) vorgestellt habe und deshalb habe ich das ganze dann nach vier Wochen wieder aufgegeben!“Meine Frage: „Weshalb das denn? Die Planung war perfekt, das Ziel absolut realistisch; woran sind Sie bisher gescheitert?“ … und jetzt kommt´s: „Ja wissen Sie, das stimmt ja alles auch. Sie haben ja auch gesagt, dass ich mit dem, was ich da plane, sehr erfolgreich werde. Nachdem das ganze aber nach vier Wochen nicht sofort bombig am Markt eingeschlagen hat, habe ich gedacht, lass ich´s lieber und verschwende nicht noch mehr Zeit und Energie damit. Also irgendwie haben Sie da dieses Mal völlig schief gelegen!“ 

Häää, wie bitte?!!! Wir sprachen über die angestrebten Ziele, Zukunfts- und Markt- Chancen und eine realistische Planung auf dem Weg zum Ziel. Über was wir definitiv nicht gesprochen hatten, war die magische Wunscherfüllung nach dem Schema „Ernten ohne auszusäen!“. Dass meine Klienten in erster Linie selbst erheblich zum Erfolg beitragen, dürfte wohl klar sein; dass das ganze Projekt bis zur Realisierung logischerweise Zeit, Arbeit und Energie plus eventueller Muskel- Hypothek kostet, steht wohl auch unzweifelhaft fest; dass das ganze nicht quasi über Nacht zum Senkrecht- Starter mit Turbolader mutiert, dürfte bei realistischer Betrachtung auch klar sein. Wovon jedoch niemals die Rede war, dass sich das Projekt Wunsch- Ziel wie von selbst aufgrund einer Beratung in meiner Praxis ohne jegliche Anstrengungen und Eigenleistung aus dem Nichts realisiert, sofort ein Bomben- Business mit Wahnsinns- Gewinnen wird, um anschließend möglichst anstrengungsfrei und bequem nur noch die reiche Ernte einfahren zu müssen!

Ganz einfach und schlicht auf den Punkt gebracht: „That´s not my job, it´s your job!“. Ich berate und begleite Sie und zeige Ihnen Wege zum Erfolg auf. Für Ihren zukünftigen Traum- Job ist hingegen nur einer verantwortlich und das sind Sie und sonst niemand! Nicht ich, kein Engelein, ausschließlich Sie, Sie und nochmals Sie! Meine Praxis ist nämlich nicht eine Filiale der zentralen Wunscherfüllungs- Annahme, kein kosmischer Supermarkt und auch nicht die ultimative Geschenke- Abwurfstelle des Universums! Was Sie also Ihrem Traum- Ziel entscheidend nahe bringt? Motivation, und die gibt es in meiner Praxis leider nicht flaschenweise zum käuflichen Erwerb, Innnovation, Zielstrebigkeit, Kampfgeist, Mut und vor allen Dingen Durchhaltevermögen oder etwas simplifizierter ausgedrückt: Den eigenen Hintern in Bewegung bringen! Bedenken Sie bitte: Bewegen Sie sich nicht, bewegt sich garnichts und Ihr angestrebtes Ziel verschwindet vom Horizont wie eine Fata Morgana in der Wüste Gobi!

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Wanted!

“Gesucht wird: Die eigene Identität!”

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Von der Beliebigkeit zur unverwechselbaren Exzellenz!

Um von der konturlosen Beliebigkeit der Masse zu einer eigenen, unverwechselbaren und authentischen Identität zu gelangen, bedarf es vor allen Dingen Mut, die bisher sorgsam kultivierte und gehütete Komfortzone zu verlassen und absolute Ehrlichkeit gegenüber sich selbst! Was uns definitiv keinen einzigen Schritt zum Ziel, und damit zu uns selbst, weiterbringen wird, sind wie zumeist bisher Vergleiche und Wettbewerbe mit dem außen, weiterhin faule Kompromisse und Strategie- Spielchen in der illusionären Hoffnung, dass sich wie durch ein Wunder alles ganz von selbst verändert und doch alles so bleibt wie es ist.

Was uns von einer eigenen und eigenwilligen Identität fernhält, ist in der Regel die enorme Angst vor Bewertungen und Verurteilungen aus dem außen, der Befürchtung nicht mehr dazu zu gehören und der Furcht vor dem ausgeschlossen sein. Wir stellen damit Meinungen und Ansichten, Forderungen und Erwartungen im außen über unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse und verleugnen damit uns selbst. Oftmals so lange und so vehement, dass wir uns nicht einmal mehr daran erinnern, wer wir einmal waren und wer wir tatsächlich sein könnten. Haben wir uns bis zur eigenen Unkenntlichkeit verbogen und selbst verleugnet, sollten wir uns eingestehen, dass wir nicht mehr unser eigenes Leben als unverwechselbares Original und Unikat führen, sondern ein Leben als Kopie nach den Maßstäben anderer, die über uns bestimmen. Weshalb dies überhaupt möglich ist und wie es soweit kommen konnte? Ganz einfach: Weil wir selbst es zulassen!

Der Grund hierfür: Wohl kaum einer Frage wird so sehr ausgewichen, wie der nach dem eigenen Selbst! Die Frage nach einem klaren und unverfälschten: Wer bin ich? Nicht das, was wir nur allzu gerne allen Menschen von uns zeigen möchten, weil sie uns so sehen und wahrnehmen möchten und auch so nach unseren Vorstellungen wahrnehmen sollen! Nicht ausschließlich die vorzeigbare Sonnenschein- und Schokoladen- Seite unserer Persönlichkeit, die wir erheblich mehr favorisieren als unsere Schatten, und nicht die Definition unseres Selbst über unseren ausschließlich materiellen Besitzstand, den wir so gerne anderen zeigen und dabei hoffen, dass hier ein wenig Glanz auch auf uns fällt und dabei unserer eigener Wert sich mit dem Preis unseres materiellen Besitzes ebenfalls erhöht.

Was zu einer authentischen und eigenen Identität unabdingbar gehört, sind ausnahmslos alle Facetten unserer Persönlichkeit, unseres so seins. Nehmen wir uns so an, pur, echt und seelennackt, lernen wir uns so wertzuschätzen, zu respektieren, zu lieben und können wir uns endlich wieder selbst von uns begeistern, nimmt die bisher konturlose Gestalt in der Masse die Form einer eigenen Identität, eines „Ich bin und ich darf sein!“ an. Was wir dann leben, ist das Original und die beste Version unseres Selbst!

„Man wird nicht erleuchtet in dem man sich Figuren aus Licht vorstellt, sondern indem man sich der Dunkelheit bewusst wird.“ (Zitat: Carl Gustav Jung)

Was den Blick und den Fokus auf uns selbst völlig vernebelt und verstellt, ist die fast obsessive Aufmerksamkeit auf und in das außen; der konkurrierende Wettbewerb und ewige Vergleich mit der ausschließlichen Fixierung auf das außen. Was wir dabei völlig vergessen, ist hierbei der Blick und die Zentriertheit auf uns selbst. Wir warten auf andere, die uns mit ihrem Licht den Weg in der Dunkelheit weisen und verleugnen dabei das Licht in uns selbst. Wir warten darauf, dass andere uns sagen, wer wir sind und was wir sein könnten. Wir folgen den Spuren anderer und bemerken dabei nicht, dass diese bereits tief ausgetreten sind und wir dabei keine eigenen Spuren mehr hinterlassen.

Du bist nicht mehr Du selbst, sondern Du hast Dich in einer form- und konturlosen Masse eines kollektiven „WIR!“ verloren und aufgegeben. Wann fängst Du erneut an, Dich selbst zu suchen und hast vor allen Dingen auch die Bereitschaft Dich selbst zu finden? Wann fängst Du damit an Dich wieder mit Begeisterung und Hingabe selbst zu entdecken, zu genießen und Dich selbst zu erleben? Wann blickst Du nach vorne und nie mehr zurück? Wann streifst Du endlich das Korsett, das nicht das Deine ist, es niemals war, ab und verbrennst es? Wann realisierst Du endlich, dass Zeit keine Wunden heilt, sondern man sich lediglich an den tiefen Schmerz gewöhnt hat?

Wann begrüßt Du endlich Dich selbst mit einem liebevollen „Hallo!“ in Deinem Leben, in Deiner Grossartigkeit und in Deiner eigenen Identität? Wann bist Du bereit ganz Du selbst zu sein?

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Wann ist wann?

„Später oder doch eher irgendwann einmal?“

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„Irgendwann“ und „später“ bedeutet zumeist NIEMALS!

Das Beste kommt bekanntlich immer zum Schluss und kaum etwas entlarvt Menschen so sehr, wie ihre Sprache und dabei verwendete sehr ungenaue und vage Begriffe, insbesondere wenn es sich dabei um die Notwendigkeit des Konkretisierens handelt!

Wer von seinem Liebsten gefragt wird, ob man gemeinsam zwecks Eheschließung vor den Traualtar treten möchte und „Ja!“ sagt, wird wohl kaum ein Problem damit haben, ein konkretes Datum für den Startschuss beim Standesamt festzulegen. Nicht so hingegen, wenn es sich um die Realisierung der eigenen anvisierten Visionen und Ziele und den Start einer grundlegenden Neu- und Umorientierung handelt. Wird es hier konkret, weichen die meisten dann in den Tieftauch- Bereich der kreativen Ausreden und des Nebulösen aus.

Da ich Menschen, mit denen ich mich unterhalte oder die ich berate, immer und grundsätzlich meine vollumfängliche Aufmerksamkeit schenke, laufen bei mir selbstverständlich alle Äußerungen, Aussagen und dabei verwendeten Begriffe zwecks Analyse des Gesagten hinsichtlich der Überprüfung einer Kompatibilität in Bezug auf klare Überzeugung und eine unverhandelbare Absichtserklärung durch eine Art Nano- Feinfilter. Neben den Begriffen „eventuell“, „vielleicht“ und „eigentlich“, mein ganz persönliches Lieblings- Unwort, gehören zu meinen absoluten Favoriten die wenig konkreten Aussagen „irgendwann“ und „später“. Irgendwann einmal? Später? Wann bitte ist irgendwann und wann findet später tatsächlich statt?

Das beste „Spielfeld“ in punkto Sprach- Analyse, unser Sprachgebrauch ist immer ein Spiegel unserer wahren inneren Überzeugung und Haltung, bietet da ausnahmslos meine Praxis. Zu mir kommen keine Menschen, um mir davon zu berichten, wie gut es ihnen geht oder wie erfolgreich und effizient sie ihre Visionen und Planungen umgesetzt haben. Nein, zu mir kommen Menschen, die sich um- und neuorientieren möchten, die eine erlebte Katastrophe als neue Chance wahrnehmen, die endlich den Sprung von einem Angestellten- Verhältnis in die Selbständigkeit realisieren und hierbei meine fachliche Beratung in Anspruch nehmen möchten.

Nach einer akribischen Analyse nach dem was ist, was bleibt und was beendet werden darf, kommt dann zumeist eine klare Zielsetzung in einzelnen Schritten, um aus einer Vision Realität und Effizienz entstehen zu lassen. Solange Mann/Frau sich noch im Bereich der grauen Theorie bewegt, sprudeln hier innovative Ideen, Gedankenspiele, kreative Planungen und Visionen ohne Limit und in nahezu unbegrenzter Fülle. Bis zu diesem Punkt bewegt man sich in der Regel zumeist noch auf dem Level des Konjunktivs: Man sollte, müsste, könnte …!

Ideen, Planungen und Visionen sind durchaus mit Blick auf Vorhaben, Um- und Neuorientierungen durchaus wünschenswert, ja sogar notwendig, um alle sich bietenden Möglichkeiten und Potenziale ausschöpfen zu können. Kommt das Gespräch dann jedoch zu dem Punkt, an dem es um Entschlossenheit, Eindeutigkeit, Überzeugung und eine klare Absichtserklärung geht, wird es in der Regel wahlweise sehr kreativ bis recht still und bemerkenswert leise. Da nun aber jeder noch so innovativen und kreativen Theorie auch die Vollendung in der Praxis folgen sollte, stellt sich in der letzten Etappe einer Beratung logischerweise auch immer die Frage nach einem realisierbaren Zeitplan, um die einzelnen Schritte des geplanten Vorhabens in Richtung des Ziels auch erfolgreich umsetzen zu können. Die überdeutliche und klare Frage nach dem „Wann?“.

Bleibt eine klare Antwort auf diese wichtige Frage aus oder weicht mein Gegenüber dann einer Konkretisierung aus, ist dies dann zumeist auch der „point of death“, der ultimative Schlußpunkt hinter jeder theoretisch noch so ausgefeilten Vision. Fallen dann im Verlauf einer diesbezüglich folgenden Antwort die beiden Zauberworte „irgendwann“ und/oder „später“, stellt sich für mich nur noch die Frage: „Spielen Sie etwa noch immer oder machen Sie bereits ernst? Wann ist genau und konkret wann?“ „Irgendwann“ oder „später“ kann bedeuten in vier Wochen, in einem Jahr, in zehn Jahren, auf dem Sterbebett oder – und das ist meistens der Fall – bedeuten diese beiden Begriffe nur das eine: „Niemals!“. Die Vision und das anvisierte Ziel fühlen und hören sich zwar theoretisch zunächst sehr gut an, aber das ganze wird in der Praxis zumeist niemals realisiert und umgesetzt werden!

Ein vages, ungenaues und unkonkretes „irgendwann“ oder „später“ signalisiert nicht nur ein „Niemals!“, sondern überdies eindeutig fehlende Überzeugung, einen Mangel an intrinsischer Motivation, ein Ausweichen gegenüber dem Ziel und das Fehlen einer deutlichen und überzeugten Absichtserklärung. Der Schritt von einem „Ich könnte eventuell und müsste eigentlich …!“ hin zu einem überzeugten „Ich will …!“.

„Irgendwann“ und „später“ bedeutet im Prinzip nichts anderes als ein „vielleicht“ oder „eventuell“, ein „Schaun wir mal!“ und „Jein!“ und schlussendlich entsteht daraus ein schleichendes „Niemals!“. Ein „irgendwann“ und „später“ signalisiert keine eindeutige und überzeugte Haltung, sondern vielmehr die sorgsam tapezierte Hintertür des Seelenhauses: Für andere unsichtbar, aber der Hausbesitzer weiß ganz genau, wo er sie findet, wenn sie denn gebraucht wird, um sich selbst und seinen Visionen und theoretischen Zielen erfolgreich auszuweichen! Ich gehe jedoch noch weiter: Mit einem vagen und unkonkreten „irgendwann“ und „später“ verraten wir immer auch Stück weit uns selbst und treten die sich uns bietenden Chancen und Möglichkeiten unser Potenzial auszuleben und die beste Version von uns zu leben mit Füssen. Ein Leben gelebt im Konjunktiv, und im undeutlichen Nebel eines „Ich könnte, würde und sollte …!“. Nur bedenken Sie bitte: Ein jedes vage „später“ und „irgendwann“ erfährt irgendwann zumeist völlig unerwartet einen Schlusspunkt, an dem sich die Frage nach dem „Wann?“ für Sie nicht mehr stellen wird!

Und da das Beste wirklich immer zum Schluss kommt, hat mich zur Frage nach einem grundsätzlichen und konkreten „Wann?“, nicht nur in Bezug auf berufliche Ziele, sondern mit Blick auf ausnahmslos alle Veränderungen in unserem Leben, ein kleiner Filmbeitrag gefunden. Ilja Grzeskowitz ist ein wunderbarer Vortragsredner und er erzählt hier eine kleine, sehr berührende und sehr zu denkende gebende Geschichte aus seinem Leben über das „irgendwann“ und „später“.

 

Stellen Sie sich jetzt bitte selbst die kritische Frage, wann für Sie „Wann?“ ist! Für mich persönlich gilt: „Wann“ ist nicht morgen, nicht übermorgen und nicht in einem Jahr. „Wann“ ist für mich immer und grundsätzlich HEUTE und JETZT, denn es wird niemals einen besseren und günstigeren Zeitpunkt für das wirklich wichtige geben: Uns selbst und unser Leben!

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Die Bucket- List!

Das ultimative Must- have: „Die Liste vor der Kiste!“

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Bevor es irgendwann unerwartet ganz leise an der Tür klopft …

Es geht doch wirklich absolut nichts über perfekte Planung und bestens durchorganisierte Menschen haben selbstverständlich Ihren elektronischen, bzw. digitalen Timer immer am Mann, bzw. an der Frau und zwar in Form eines Smartphones. Akribisch getaktet, bloß keine Minute mit Sinnlosigkeiten, geschweige denn Stille und Nichtstun verschwenden und immer hart am Wind der Viel- und Vollbeschäftigung segeln! Umso voller der eigene Terminkalender, umso bedeutender fühlt sich der Mensch, umso gefühlt inhaltsvoller und erfolgreicher das eigene Leben. Umso verplanter und schneller die Zeitschleife der eigenen Existenz mancher Menschen abläuft, umso mehr Wichtigkeit wird damit in das hinein interpretiert, was man intensiv, bewusst und genussvoll erleben sollte, weniger hingegen sollte man das Leben abarbeiten wie das tägliche Pensum im Steinbruch.

Ganz wichtig und das ultimative Must- have ist mittlerweile die „Bucket- List“, die Löffel- Liste oder Liste vor der Kiste bevor man schlicht und ergreifend den Löffel abgibt. Diese Abhak- Listen für´s angeblich ultimative Lebensglück bevor man denn irgendwann einmal von dieser Welt abdankt, verbreiten sich mittlerweile wie viraler Schwachsinn und das geht mittlerweile tatsächlich schon so weit, dass man zum Geburtstag gefragt wird, ob man denn zwischenzeitlich wenigstens einen Großteil der eigenen Bucket- List abhaken konnte.

Hab ich da irgendwie etwas nicht mitgekriegt? Ist an mir etwa völlig vorbei gerutscht, dass wir offensichtlich ein Mindesthaltbarkeits- Datum haben oder der Akku des Lebens nur eine äußerst begrenzte und sehr überschaubare Lebensdauer hat? Ja, geht´s denn noch?!!!

Wo es früher mal fast bewundernd hieß: „Wie in Deinem Alter noch …!“, wobei dabei die Altersgrenze völlig im Unklaren blieb, wird man heute auf die Liste vor der Kiste angesprochen! Vermeintliches Lebensglück zum Abarbeiten und Abhaken, am besten noch im elektronischen Timer gespeichert, damit man´s bloß nicht vergisst und keinen Termin verpasst! Jetzt weiß ich endlich, was mir definitiv (nicht) fehlt im Leben …

Was sich mir dabei völlig verschließt: Gibt man den Löffel sofort ab, wenn die Liste vor der Kiste abgearbeitet ist oder lebt man solange, bis die Liste vollständig abgehakt worden ist? Und was passiert, wenn ich die Liste endlich durch habe und mir eine neue Löffel- Liste vorschwebt. Darf ich dann nochmal ran oder gibt´s hier nur eine einzige Chance? Gibt es für eine vollständig abgearbeitete Bucket- List eigentlich Bonus- Punkte für was auch immer oder wirkt sich das im Endergebnis garnicht aus? Tja, und was ist, wenn ich gar keine Liste vor der Kiste habe? Lebe ich dann ewig bis mir das passende einfällt oder habe ich dann garnicht gelebt? Das wichtigste jedoch überhaupt: Brauche ich zwingend eine Bucket- List als Wegweiser, um Lebensglück zu entdecken oder führe ich ein trauriges und glückloses Leben gänzlich ohne Löffel- Liste? Ist es vielleicht nicht sogar vielmehr so, dass ich ein weitaus intensiveres und glücklicheres Leben führe, wenn ich mich spontan überraschen lasse, anstatt mich anhand eines Abhak- Zettels auf der Suche nach dem Glück leiten zu lassen und mich von dieser Liste vor der Kiste abhängig zu machen?

Ganz ehrlich? Ich brauche, um ein intensives, bewusstes, glückliches und einfach tolles Leben zu führen weder einen elektronischen Timer, noch eine Liste vor der Kiste! Ich lebe ungeplant und ohne jegliches Zeitgefühl; ich „DARF“ und „WILL“, anstatt einem ich „muss“; ich esse, wenn ich Hunger habe; steige morgens aus meinem Bett, wenn ich ausgeschlafen habe, und ich genieße ausgiebig und intensiv alles das, was mir das Leben an Überraschungen und Herausforderungen schenkt. Ich gestalte mir meine Welt, wie sie mir gefällt und das ist gut so. Für mich persönlich ein Leben in absoluter Gelassenheit, Harmonie, Inspiration, Freiheit und Bewusstsein. Eine Liste vor der Kiste? Ja, klar unbedingt, auf alle Fälle und mit absoluter Sicherheit definitiv nicht!

Und die Sache mit dem „Was Du in Deinem Alter …?“ korrigieren wir mal ein bisschen, zumal die Epigenetik es äußerst erfolgreich als Errungenschaft der Lebensverlängerung geschafft hat, den Alterungsprozess bei Mäusen mit Hilfe von reprogrammierten Zellen um ein Drittel zu verzögern und jetzt versucht, diese Kenntnisse auf den Mensch zu übertragen. Aber auch egal! Gestorben wird ohnehin – und das eindeutig ohne Liste vor der Kiste – erst mit 120 Jahren und einem Tag. Denn wer will diese Welt bitte schon an seinem 120. Geburtstag verlassen?

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel

Giftige Spezies!

„Vorsicht: Toxische Menschen“

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Hohes Gefährdungspotenzial und absolut unverträglich!

Ausnahmslos jeder kennt mindestens einen, wenn nicht sogar mehrere Menschen, dieser ganz besonderen Spezies: Toxisch, giftig, sozial unverträglich, extrem anstrengend und überaus kräftezehrend, Egomanen wie man es sich schlimmer nicht vorstellen kann, besserwisserisch, abgehoben ob der eigenen Grandiosität, und definitiv nicht gerade das, was man einen Menschenfreund nennt, sondern eher vergleichbar mit einem schnell wirksamen Brechmittel auf zwei Beinen. Menschen, denen man nur allzu gern aus dem Weg geht und es sehr ratsam ist, muss man sich unvermeidbar mit ihnen zwangsweise austauschen, dies auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und in äußerst überschaubaren Grenzen zu halten. Toxische Menschen möchte man nicht zum Freund haben und noch weitaus weniger zum Feind, zumal dies recht anstrengungsfrei und sehr schnell möglich ist.

Eines verbindet ausnahmslos alle toxischen Menschen: Sie schlagen zumeist unerwartet zu, sind äußerst giftig, enorm schädlich mit nachhaltiger Wirkung und auch in homöopathisch dosierten Mengen absolut unverträglich! Die ganz schlechte Nachricht: Gegen toxische Menschen gibt es, schon aufgrund des Umstandes, dass es nur möglich ist aus dem wirksamen Gift ein wirkungsvolles Gegengift herzustellen, leider kein verlässliches Serum. Wird man von einer Schlange gebissen, ist es in den seltensten Fällen möglich, die exakte Spezies zu identifizieren. Aus diesem Grund ist man heute durchaus in der Lage, polyvalente Anti-Seren die aus den verschiedensten Schlangengiften als Gegengift, auch ohne vorherige Bestimmung der genauen Gattung, herzustellen und sehr erfolgreich und lebensrettend einzusetzen.

Anders hingegen bei toxischen Menschen. Das einzige, was Sie rettet, wenn Sie dieser gefährlichen und leider auch sehr weit verbreiteten Spezies begegnen? Laufen und zwar ganz schnell und möglichst weit, denn der toxische Mensch hat Sie bereits im Visier und ist jederzeit bereit, Sie in den Würgegriff zu nehmen und dann, oftmals mit bleibenden Spätschäden für den Selbstwert, ohne jegliche Skrupel zuzuschlagen.

Bei einer giftigen Schlange könnte man noch entschuldigend anmerken, dass man sie provoziert hat oder versehentlich auf sie getreten ist, man sie beim Schlafen gestört hat oder sie einfach einen ganz miesen Tag hatte. Bei einem toxischen Menschen bedarf es keinerlei nachvollziehbare Gründe, um sein hochwirksames Gift zu verbreiten. Was diese Menschen höchst toxisch und absolut unverträglich macht, ist allein ihre Lebensphilosophie, die sie gegenüber allem und jedem mit der sprichwörtlich mentalen und emotionalen Brechstange nach der Maxime „… und bist Du nicht willig, brauch ich Gewalt!“ und „Steter Tropfen höhlt auch den härtesten Stein!“ durchsetzen!

Auf den ersten Blick sind toxische Menschen zunächst anfangs immer nett und freundlich, man könnte ihnen, kennt man sie nicht näher, sogar den Anflug von Empathie und Emotionalität unterstellen, auf den ersten Blick zunächst noch recht harmlos, jedoch leider bei näherer Betrachtung und infolge der Spuren, die sie bei ihren Opfern nachhaltig hinterlassen, hoch- giftig und absolut tödlich! Seien Sie sicher: Einem toxischen Menschen sind Begriffe wie Empathie, Mitgefühl oder Skrupel völlig fremd. Etwaige Anflüge von Emotionalität und Empathie sind lediglich gut geschärfte Waffen gegen Sie und sollen Ihnen lediglich den Eindruck vermitteln, man bewege sich mit Ihnen auf mentaler Augenhöhe. Dass dem definitiv nicht so ist, werden Sie sehr schnell feststellen sobald ein Toxiker Ihnen den sprichwörtlichen Absatz ins Genick stellt, um sie zu Fall zu bringen.

Toxische Menschen bewegen sich gegenüber anderen Menschen niemals auf Augenhöhe, sondern sie sehen grundsätzlich auf ihr Gegenüber herab, zumal sie bedenkenlos ausschließlich Opfer links und rechts ihres Weges hinterlassen. Bedauern oder läuternde Einsicht? Eine Entschuldigung und gar ein schlechtes Gewissen oder Bewusstsein angesichts des eigenen Verhaltens? Wo denken Sie denn hin! Ein toxischer Mensch hat zum einen immer und grundsätzlich Recht, daran lässt er keinerlei Zweifel aufkommen, und zum anderen ist er gefühlt die Sonne, um das sich das gesamte Universum, und damit selbstverständlich auch Sie, dreht. Basta und für ihn Ende der Durchsage! Ein toxischer Mensch diskutiert niemals, er befiehlt grundsätzlich und ordnet an. Haben Sie damit im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit ein Problem, ist dies eindeutig ihres, jedoch niemals das des Toxikers. Aber er erklärt Ihnen das gerne auf Anfrage, gegebenenfalls auch schriftlich, nochmals ganz langsam, damit auch Sie das ganze verstehen, denn schließlich kann es nur einen geben: Ihn, ihn und nochmals ihn!

Um zu toxischen Menschen einen möglichst weiten Abstand zu halten, stellt sich zunächst die kritische Frage nach deren Identifizierung. Wie erkennt man diese „Toxic People“, um ihnen erst gar keine Chance zu geben, ihr Gift wirksam und nachhaltig zu übertragen? Nachfolgend einige untrügliche Merkmale, die alle toxischen Menschen eint und sie zu Brüdern und Schwestern im Geiste, aber damit auch zur Interessengemeinschaft der ultimativen Kotzbrocken jenseits dieser Hemisphäre werden lässt!

Toxische Menschen sind zumeist große und raumgreifende Rhetoriker, aber in der Regel auch immer pathologische Lügner und Manipulateure par excellence. Gerade weil sie selbst immer das glauben, was sie anderen Menschen als ihre mitunter sehr schräge und äußerst kreative Sicht auf das, was man gemeinhin als Wahrheit bezeichnet, erzählen, sind sie nur dann wirklich zu entlarven, wenn eine Lüge schlussendlich auffliegt. Aber selbst dann werden toxische Menschen noch bestens geübt in der Lage sein, sogar einen kapitalen Absturz zum eigenen Nachteil in eine Gegenoffensive zum eigenen Vorteil zu verwandeln. Bei diesen Menschen gilt grundsätzlich: Treffer und punktgenau versenkt!

Bestens im Dauer- Training beherrschen toxische Menschen auch die besonders perfide Version des Intrigierens, der schamlosen Verleumdung bis hin zum Rufmord auf Raten und die bemerkenswerte Fähigkeit immer wieder die Gerüchteküche ordentlich anzuheizen, um anderen zum Selbstzweck zu schaden, der in der Regel über ausnahmslos alles gestellt werden. Ziel des ganzen Aufwandes: Um sich selbst in ein besseres Licht zu rücken, den eigenen Status, der gefühlt immer deutlich über dem aller anderen Menschen liegt, hervorzuheben und um die eigenen Ziele gnadenlos gegen alle Widerstände durchzusetzen. Hierbei überschreiten toxische Menschen ausnahmslos alle sich bietenden Grenzen. Ein „Nein!“, auch noch so klar und überdeutlich geäußert, gilt für sie nicht, wird von ihnen geflissentlich überhört und schlichtweg nicht zur Kenntnis genommen. Für diese Menschen gilt immer und grundsätzlich: Geht nicht, gibt´s generell nicht, alles ist immer möglich!

Das problematische im Umgang mit toxischen Menschen: Sie können niemals Kompromisse eingehen; sie kennen ausschließlich ein schwarz oder weiß, nur ein entweder oder, jedoch niemals ein sowohl als auch. Es geht ihnen hierbei nicht darum, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung zu finden, toxischen Menschen geht es nur um das Gewinnen und um den eigenen Standpunkt, den es für sie unter allen Umständen umzusetzen gilt.

Wer im Umgang mit toxischen Menschen auf echte Authentizität, Emotionalität und Empathie hofft, wird bitter enttäuscht werden. Derlei Gefühlsregungen sind ihnen weitgehend unbekannt und werden von ihnen lediglich als äußerst hinderlich hinsichtlich der Durchsetzung ihrer Ziele betrachtet. Auch sind sie an einem ehrlichen Austausch mit anderen Menschen nicht interessiert, ihnen geht es hierbei lediglich um Aufmerksamkeit und schlussendlich die vollumfängliche Zustimmung und das Einknicken ihres Gegenübers.

Was das Thema Egoismus anbelangt, könnte man schon fast behaupten, es wurde von toxischen Menschen erfunden. Nicht nur, dass sie sich immer und grundsätzlich anderen gegenüber überlegen fühlen, nein, sie lassen dies andere Menschen auch deutlich spüren und aufgrund von Konsequenzen erfahren. Wer ihnen widerspricht, wird nicht nur argumentativ so gut wie mundtot gemacht, sondern geht es in einer Diskussion einmal ganz hoch her, wird dieser auch mit Provokationen, Beleidigungen und wüsten Beschimpfungen eingedeckt, damit das eigene grandiose Selbstbild nicht ins Wanken gerät. Toxische Menschen ertragen weder Kritik, noch können sie Zweifel an der eigenen Unantastbarkeit, Grandiosität und Genialität ertragen, geschweige denn dulden. Seine immense Kraft nährt der toxische Mensch nicht etwa aus gemeinsam zu feiernden Erfolgen, sondern immer nur aus den vermeintlichen Fehlern anderer, die dann zu einem gigantischen Weltereignis aufgeplustert und überdramatisiert werden, insbesondere weil Toxiker Neid- zerfressen auf ausnahmslos alles sind, was nicht auf ihrer eigenen Feder stammt.

Hoffen Sie bitte nie, aber auch wirklich niemals darauf, dass Sie einen toxischen Menschen mittels einer Beschwerde mental erreichen oder zur Einsicht hinsichtlich seiner Fehlentscheidung bewegen können. Ganz im Gegenteil bedeutet ausnahmslos jede Kritik gegenüber einem Toxiker ein kapitales Eigentor für Sie selbst, das dann weidlich ausgeschlachtet und weiterhin gegen Sie verwendet wird! Ein kleiner Vergleich, den Sie im Umgang mit einem toxischen Menschen immer beherzigen sollten: Das echte Mitgefühl eines australischen Taipans, der mit zu den giftigsten Schlangen unserer Erde zählt, hält sich ebenfalls mehr als in Grenzen falls er zubeißt, weil Sie ihm versehentlich beherzt auf das Schwanzende getreten haben. Ähnlich gnadenlos verhalten sich toxische Menschen!

Welches Phänomen ausnahmslos allen toxischen Menschen ebenfalls zu eigen ist: Sie selbst ziehen enorme Kraft und Energie aus von ihnen verursachten negativen Situationen und destruktiven Ereignissen, und kontaminieren damit ihr gesamtes Umfeld. Umso mehr Menschen von ihnen klein gemacht, bewusst provoziert und zerstört werden, umso übergriffiger und grenzverletzender wird ihre Aura der Unantastbar- und Unbesiegbarkeit. Man fühlt sich neben solchen Menschen automatisch sehr klein, permanent bedroht, äußerst verletzlich und befindet sich einer latenten Habacht- Position, deren Berechtigung in der Regel sich dann zumeist ganz schnell bestätigt.

Über was man sich grundsätzlich im Umgang mit toxischen Menschen im Klaren sein sollte: Man kann ihnen nicht vertrauen und sollte niemals zuviel von sich selbst preisgeben. Machen Sie sich bewusst: Sie werden immer und überall akribisch durchleuchtet und bei passender Gelegenheit wird Ihnen ausnahmslos jede Schwachstelle, jede Vertraulichkeit und jede noch so mickrige Kleinigkeit um die Ohren geschlagen, schamlos ausgenutzt und gegen Sie verwendet und Ihnen zum Verhängnis werden! Bedenken Sie bitte immer: Toxische Menschen sind wie eine Schmarotzer- Pflanze – sie nähren sich von der Energie ihres vermeintlichen Kontrahenten, und hierzu zählen so ziemlich ausnahmslos alle Menschen auf dieser Erde, zumal Toxiker niemals Freunde, sondern ausschließlich Feinde und Gegner haben. Toxische Menschen werden sich nicht nur über Ihren Niedergang und Ihr vermeintliches Versagen enorm freuen und sich anschließend selbst vor Begeisterung einen Orden verleihen, sie werden ihre Opfer für deren Niederlage sogar aufs tiefste verachten.

Wie Sie einem toxischen Menschen überdeutlich klar machen, dass Sie mit ihm nichts zu tun haben wollen? Ganz einfach: Sagen Sie es ihm und zwar ebenso barrierefrei und unumwunden! Stehen Sie zu Ihrer inneren Wahrheit und Klarheit und sagen Sie ihm: „Ich will mit Dir nichts zu tun haben, weil Du mir nicht gut tust!“. Dieser Mensch wird niemals zu Ihrem bevorzugten Freundeskreis gehören und Sie wären auch niemals sein Freund geworden, sondern eher das nächste auserwählte und potentielle Opfer. Also bitte endgültig Schluss mit einem netten „Wir müssen uns doch alle ganz toll lieb haben und Du darfst niemals werten und beurteilen!“. Doch das dürfen wir ebenso, wie schon alleine die Strasse überqueren und genau das nennt man: Authentizität!

Herzlichst

Jutta A. Lotz- Hentschel